Montag, 30. Oktober 2017

Audienzbericht vom 29.10. 2017


Bild : Die Lemonds, bei einem kurzen Meinungsaustausch im Nebenzimmer 
des grossen Saales, bevor sie die Regentin, Herzogin Jil Cuttita zur
Audienz begleiteten.

Ein betörender Duft von Rosenöl waberte durch den Saal,
als Jungfer Blue vors Podium trat und einen ' Waldschadensbericht ' vortrug.

Der Sturm, der in der vorangegangenen Nacht durch die Wälder Carimas
rauschte, hatte eine breite Spur der Zerstörung hinterlassen.

Blue hielt beide Hände hoch mit ausgestreckten Fingern und betonte
mit grosser Ernsthaftigkeit, dass bestimmt 1000 Bäume niedergestreckt
worden seien. Wenn nicht sogar noch mehr, fügte sie hinzu und bemühte
sich überzeugend zu sein.

Auf dem Podest schauten sich die Herzogin und ihre Schwester bedeutungsvoll
an und nickten stumm zu den Worten der Waldhüterin. Beide waren sich zwar sicher,
dass die Jungfer nicht genau wusste welche Zahl sie da gerade
in den Raum geworfen hatte aber sie waren bedacht darauf sich das
nicht anmerken zu lassen.

Prinz Lennard der die Wortmeldung entgegen nahm, musste mehr als einmal
ein Seidentüchlein zücken, um sich die Nase zu tupfen wegen des verräterischen
Duftes den die Jungfer verströmte. Wusste er doch zu genau warum die Waldhüterin
sich damit beträufelt hatte und vor allem woher das edle Wässerchen kam.

Ob denn auch Tiere zu Schaden gekommen seien fragte er dann besorgt
und war fast erfreut, als erfuhr dass einige Wildsäue unter
den Opfern waren.

Die Herzogin versichterte der Jungfer, dass das Königshaus die Aufräumarbeiten
im Wald unterstützen und die anfallenden Kosten übernehmen würde.

Doch auch nachdem die Jungfer wieder zurück an ihrem Platz war, sorgte
der Rosenölduft für ein kleines Nachspiel. Sharmila, die Gemahlin Prinz Lennards,
lies sich nicht davon abbringen, schnüffelnd und prüfend in Richtung Blue
zu schnuppern, da ihr der Duft sehr bekannt vorkam.

Verona die Seefahrerin rettete die Situation mit ihrer Ankündigung,
dass sie ihr Hafenkontor bereits eingerichtet hätte und lud dann
alle Bewohner und Gäste Carimas für den nächsten Tag zu einer Eröffnungsfeier
mit Umtrunk ein.

Prinz Lennard täuschte danach ein starkes Unwohlsein vor, nahm auf einem der
Thronsessel Platz und bat die Herzogin persönlich, die letzte Wortmeldung des Abends
anzunehmen.

Carima freut sich nun für den heutigen Montag auf die Neueröffnung eines
Hafenkontors und heisst alle Gäste und Bewohner willkommen.

herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday




Freitag, 27. Oktober 2017

Abandon places


Das Bild stammt aus dem Jahr 2010.
Schon damals interessierte ich mich für ' Roleplay '
und war mit meinem Avatar 'Leon' auf Entdeckungstour in ' Second Life '.

In einzelnen Tagebucheinträgen hatte ich eine Story daraus
gemacht ( Abandon places ) aus welcher der nach folgende Text stammt.

**************************************************************
Die Gestalt sprang von der Mauer .
Sie federte den Sprung ab, blieb einen Moment in der Hocke
und richtete sich dann langsam auf.
Dann schritt sie auf Leon zu.
Beim Näherkommen bemerkte er dass, es eine Frau war.
Sie trug kurze blonde Haare und war westlich gekleidet.

" Hallo Leon " begrüsste sie ihn und blieb vor ihm stehen.
" Woher weisst du meinen Namen ? " fragte er.

Sie schaute verlegen zur Seite und lächelte.

" Du scheinst mir nicht antworten zu wollen.
Dann sag mir wenigstens was du hier machst ." hackte er nach.

" Ich nehme am Rollenspiel teil , als ' Freie Frau ' ." antwortete sie

" Hmm, ich dachte es gäbe hier nur Kajiras
und warum trägst du neuzeitliche Kleidung ? " fragte er weiter.

" Ich bin gerade erst gelandet und muss mich noch umziehen . "
erwiderte sie .

Sie hob den linken Arm und tippte mit dem Zeigefinger
der rechten Hand auf den Unterarm. Es sah aus als
gäbe sie einen Zifferncode auf einem Display ein.

Ihre Kleidung begann sich aufzulösen, wurde aber sofort wieder
ersetzt. Sie trug jetzt einen bodenlangen Rock, der sogar
ihre Füsse bedeckte.
Eine reich verzierte mit Ornamenten bestickte, ärmellange
Bluse und eine rubinrotes Käppi mit einem Schleier der
ihr Haar und auch ihr Gesicht verhüllte.

Der Kleiderwechsel verlief erstaunlich schnell
aber für einen kurzen Moment stand sie völlig nackt vor ihm.

" Komm mit ich werde dir die Stadt zeigen " sagte sie.

Leon hörte, dass auch ihre Stimme sich verändert hatte.

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Die ganze Geschichte spielte auf einer 'goreanischen Sim '.
Zu der Zeit gabs in SL eine ganze Menge solcher Plätze , auf denen
nach einer Romanvorlage von John Norman, dem 'Gor- Zyklus ', gespielt
wurde.

Zitat Wikipedia :

'Das gesamte Werk des Schriftstellers reflektiert seine Sicht auf das
 Verhältnis männlicher Dominanz und weiblicher Unterwerfung.
Hierbei verwendet Norman überwiegend Fantasy- und Science-Fiction-Szenarien,
um seine individuelle Sicht auf D/S (dominance and submission) darzustellen.'


Ich hatte mir das damals eine Zeit lang als ' Besucher ' angeschaut, dann aber
festgestellt, dass diese Welten nicht so wirklich mein Fall waren ;)


herzliche Grüsse

Lennard Monday


Donnerstag, 26. Oktober 2017

Das kleine Bauernmädchen und der Quantensprung


Noch immer beschäftigt mich die letzte Audienz vom Sonntag.
Für die kleine Leonie wars nur ein Hüpfer. Hinweg über alle Konventionen
und Regularien die solch eine hoheitliche Institution so an sich hat.

Hinweg auch über die kleine Hemmschwelle die ein Podest darstellt.
Vorbeigestürmt am verblüfften Prinzen und hin zur ' Tante Herzochin ' ;)

Für mich war das natürlich ein Quantensprung für unser RP.
Soll heissen, so verbissen und streng nach Regeln wie sie im 15 Jahrhundert
vermutlich eingehalten wurden, können wir das garnicht spielen ;)

Und schliesslich ist es ja auch ein Spiel das ' Roleplay '.
Wir wollen Spass haben und uns entspannen dabei.

Okay nun warten wir, ob nicht bald die Enterprise überm 
Schloss schwebt und Käptn Kirk, Scotti und der Vulkanier ...
wie heiss der noch ? ..... in den Saal gebeamt werden;)

Ich glaube das nennt man dann ' Crossplay ' ;)
Aber das schaffen wir auch die zu integrieren. Es bleibt
auf jeden Fall spannend in Carima und die Audienz hat Kultfaktor ;)

herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Tagebuchblätter


In den beiden Tagen nach der Audienz hatte ich viel gezeichnet
und über Roleplay nachgedacht. ;)

Dabei musste ich immer wieder an das Gespräch mit Jil denken,
in dem sie sagte : " Eine der schwierigsten Rollen ist es , den oder die 'Böse'
zu spielen und damit zurecht kommen was einem so alles entgegen schlägt
dabei .";)
Da kann ich nur zustimmen. Ich spiel zwar nicht den Bösen in Carima,
aber bin oft überrascht wie man selbst getriggert wird in einem
Dialog oder in einer Handlung und wie man dann reagiert ;)
herzliche Grüsse

Lennard Monday

Montag, 23. Oktober 2017

Audienzbericht vom 22.10.

Erfreulicherweise war die Audienz gestern Abend doch sehr harmonisch verlaufen.

Trotz stechender Kopfschmerzen, hatte die Herzogin teilgenommen, mich aber vorher gebeten die Audienz zu leiten.
Dennoch musste sie in zwei Fällen einspringen und die Wortmeldungen annehmen.

Das Erste mal als das Bauernmädchen Leonie sich zu Wort meldete,
dann sogleich auf das Podest hüpfte und sich direkt an die Herzogin wandte.

Das Zweite mal, war bei der letzten Wortmeldung des Abends, als diese merkwürdige, ganz in weiss gekleidete Frau nach vorne kam und behauptete, dass sie die Macht hätte das Wetter zu bestimmen und was für einen Winter wir uns denn wünschen würden.

Damit konnte ich nun überhaupt nichts anfangen und bat die Herzogin kurz zu übernehmen.

Für mich war das Highlight des Abends der Auftritt der Seefahrerin Verona,
die bekannt gab, dass sie beabsichtige in Carima ein Handelskontor zu eröffnen
und dafür das grosse Haus am Hafeneingang mieten wolle.

Zeigt dies doch ganz deutlich, dass Carima einen wirtschaftlichen Aufschwung erfährt und trotz des bevorstehenden Winters das Leben zurück kehrt in die Stadt.

Zusätzlich habe ich die Hoffnung, dass diese Frau mir, dank ihrer Kenntnisse
von Navigation und dem Umgang mit Zahlen die Koordinaten darstellen, mir vielleicht behilflich sein könnte bei der Entschlüsselung der geheimnisvollen Zahlenkolonnen auf der Papierrolle, welche mir die Herzogin übergeben hatte.

Ganz besonders erfreulich war für mich auch noch, dass meine Töchter und meine Gemahlin anwesend waren, hinter mir auf dem Podest Platz nahmen und mir den Rücken stärkten ;)
herzliche Grüsse an die Leser

Lennard von Lemond

Samstag, 21. Oktober 2017

Die rätselhafte Rolle



Es ist Samstag Morgen und ich sitze in der Bibliothek im königlichen Schloss.

Fast die ganze Nacht hatte ich über dem Papier gesessen, das mir die Herzogin
am Abend vorher übergeben hatte, mir die Zahlenreihen betrachtet und versucht
irgend einen Anhaltspunkt zu finden, der mir einen Hinweis auf die
Entschlüsselung und Bedeutung dieser Zahlen geben könnte.

Mir war aufgefallen, dass die obere Hälfte des Blattes nur aus Primzahlen bestand, aber beginnend mit der 11. Das heisst, die einstelligen Primzahlen 2,3,5, und 7 waren weg gelassen worden. War das nun ein indirekter Hinweis, dass gerade sie von Bedeutung seien ?

Ich bemerkte nicht dass die grosse Flügeltür sich geöffnet hatte und die
Herzogin leise den Raum betreten hatte.

" Nun Schwager ... seid ihr voran gekommen mit diesem Papier ? "

sagt sie ohne einen Gruss voran zu stellen.

Ich erhebe mich schnell, schnappe mir ihre Hand und deute ein
höfischen Handkuss an.

" Guten Morgen Schwägerin .... also nein ... voran kommen kann man
da nicht sagen. Ich habe gewisse Analysen .... durchgeführt ...
aber nichts davon scheint zielführend ... "

"Jedoch ... ich brauche mehr Informationen. Ihr habt da gestern eine Andeutung
gemacht , dass es da um Gold und Juwelen ginge ... und eine Verbindung
zu Königin Linde gäbe."

Ich bemühe mich schnell und wortreich zu sprechen um eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, die ihre offensichtliche Übellaunigkeit vertreiben soll und das Gespräch dann in einem  geschäftsmässigen Ton geführt werden könne.

" ..und ich müsste wissen, wo kommt dieses Papier her ... und wieso .. ist es anscheinend so dringlich es zu entschlüsseln ?"

Sie bemerkt natürlich sofort meine Absicht und antwortet trocken.

" Verbiegt euch nicht lieber Schwager. "
" Ich kann euch nur sagen, dass es so ist. Es geht um Gold und Juwelen und
Carima braucht diese Reserven ... und zwar dringend, wenn ihr versteht."

Ich fasse mir schnell an die Schläfe und spiele den staatstragenden Denker.

" Natürlich ich verstehe ... ich verstehe ... " murmele ich, aber in Wahrheit
schiesst es mir durch den Kopf.

' Tz tz tz .. ganz klar ... hab ich s mir doch gedacht .. dieser Primus ist
unfähig die Finanzgeschäfte des Hofes zu führen und Heinrich ist zu alt geworden, kümmert sich nur noch um sein leibliches Wohl und schleicht in der Schlossküche umher.'

Ich blicke ihr dann fest in die Augen, rolle dabei das Papier wieder zusammen
und halte es demonstrativ hoch.

" Ihr könnt euch auf mich verlassen Schwägerin. Ich werde es herausfinden.
Und ich werde unsere Handelskontakte auffrischen. Diese beiden Seefahrerinnen bei der letzten Audienz, scheinen ja interessante Güter an Bord ihrer Schiffe zu haben."

Und als wäre ich von einer Euphorie ergriffen rufe ich noch aus.

" Hoch lebe Carima ! "

Ich nicke ihr schnell zu und eile aus Bibliothek.



Freitag, 20. Oktober 2017

Überraschend schnelle Rückkehr der Schäferin


Heimat und Identität. Diese zwei Begriffe beschäftigten meine Gedanken
beim Abendspaziergang durch die menschenleeren Gassen von Carima Stadt
am gestrigen Donnerstag.
In der Höhe der Taverne aber stockte ich, schaute zweimal auf die
Frau die plötzlich vor mir stand, erkannte sie dann und rief freudig aus.

" Mute ! ... aah das ging ja schneller als erwartet, dass ihr wieder zurück
seid."
Fast war ich versucht sie herzlich zu umarmen, aber das wäre nicht standesgemäss gewesen.

"Ja der Weg von den Sommerweiden zurück nach Carima war doch nicht so beschwerlich wie zunächst angenommen."

, erwiderte sie zurückhaltend und beinah schüchtern, da sie von meiner Freude
bestimmt überrascht war.

" Kommt lasst uns hier einkehren ihr seid sicher hungrig ... und ich bin neugierig, ihr müsst mir erzählen wie es euch ergangen ist in all den Monaten da oben in den Bergen. Ihr seid eingeladen kommt setzt euch."

Der Wirt war zwar etwas mürrisch, da er nicht mehr mit Gästen gerechnet hatte und schon schliessen wollte, aber er tischte dennoch schnell einige rustikale Platten mit Wurst, kaltem Braten und Käse auf.

Mute langte kräftig zu und begann noch während sie kaute zu erzählen:

" Sir Lennard , etwas merkwürdiges hab ich erlebt ... das müsst ihr hören ..."

sie spülte schnell mit Wein ihren Mund leer und fuhr fort.

" Ihr kennt doch sicher die alte Bergsiedlung oben in Carima Magic ...."

Weiter kam sie jedoch nicht mehr, denn plötzlich tauchten die Komandantin Anna
und auch die Jungfer Blue auf. Es gab erst mal ein grosses Hallo und eine herzliche Begrüssung.
Dann, als ob es einen gut funktionierenden Nachrichtendienst gäbe, der die
Ankunft der Schäferin brandeilig verbreitete, kamen auch noch Ela die Bäuerin, Luba die Leuchtturmwärterin und sogar die Herzogin persönlich hinzu.

Der Abend gehörte nun den Ladies, die sich einiges zu erzählen hatten.
Ich war nur noch Zaungast, gefiel mir aber in dieser Rolle, da ich der einzige Mann in der Runde war, ' Ruster in basket ' wie die Engländer sagen ;)
Die Geschichte die Mute angedeutet hatte geriet vorerst in Vergessenheit, doch ich werde sie nochmal darauf ansprechen um mehr zu erfahren.
Die Ladies waren wirklich sehr lustig und eine witzige Anekdote folgte auf die andere.
Erst zu Beginn der zehnten Stunde war dann allgemeiner Aufbruch.

Bevor die Herzogin sich verabschiedete, nahm sie mich noch
einen Moment beiseite, drückte mir eine Papierolle
in die Hand und sagte:

" Schaut euch das mal an und sagt mir ob ihr was damit
anfangen könnt."

Ich rollte das Papier auf und blickte auf zwei bis vierstellige
Zahlenreihen die durch Kommata getrennt waren und das Blatt
von oben bis unten füllten.

" .. weder Heinrich noch Primus können mir sagen was es damit auf sich hat."

fuhr sie fort, senkte dann ihre Stimme und flüsterte :

"...aber es muss wichtig sein und in Zusammenhang mit ...
Gold und Juwelen stehen ... und Königin Linde. "

Sie packte mich kurz am Arm.

 " Ich erwarte euch am Samstag in der Bibliothek
dann werden wir alles besprechen."

Sie lächelte mich an und es schien als wolle sie gehen.

" Ach und noch etwas mein lieber Schwager ..."

Sie wendete sich wieder um, machte eine Schritt
auf mich zu und begann mit ausgestrecktem Zeigefinger
wie ein Specht, stakkatoartig auf mein Brustbein
zu hämmern.

".... Seht... bitte... zu..... , dass ihr euer Eheleben mit
meiner Schwester wieder in Ordnung bringt !!
und hört auf mit den unverheirateten Damen
unserer Einwohnerschaft ... so impertinent ..
herum zu flirten ..... Prinz Lennard !! "

Ihre Stimme wurde fast eisig und bedrohlich
bei den letzten Worten dieses Satzes.
Energisch drehte sie sich dann weg und stapfte davon.
Hielt abermals an, drehte nur leicht ihren Kopf über die Schulter
und fügte hinzu.

"Ich werde es nicht dulden, dass ihr
das Ansehen des königlichen Hofes
der Lächerlichkeit preis gebt."

Während dieser ganzen Aktion, stand ich wie
paralysiert und schaute sie verblüfft an, musste
danach kräftig schlucken und stammelte dann.

 "Aber .. gewiss ... gewiss doch ... liebe Schwägerin."

Ich glaube jedoch nicht, dass sie das noch gehört hatte,
denn sie war schon fast aus meinem Blickfeld
verschwunden.

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Leons Traum


Rückblick

Die Zeichnung von oben und der nachfolgende Text stammen aus dem Jahr 2011.
Ich hatte sie damals in einem Blog veröffentlicht, der heute nicht mehr zugänglich
ist und den ich als privates Archiv nutze.
Es waren Geschichten meines ' Avatar Leon R.' aus Second Life.

*****************************************************

In der Nacht nach seiner ' Nichthochzeit' lag Leon
erschöpft und glücklich im Bett.

Bald fiel er in Schlaf und begann zu träumen.
Die ersten Traumbilder die er sah , waren Löwen
die in der, mit fahlem Gras bedeckten, Steppe lagen.
Die Weibchen säugten ihre Jungen . Der Löwenmann
lag etwas abseits und beäugte zufrieden die ganze Szene.

Am Vortag hatte das Rudel einen Büffel erlegt und
alle waren satt geworden. Es bestand keine Notwendigkeit
heute wieder zu jagen. Alle waren ruhig und entspannt.
Nur die jungen kleinen Löwen , tapsten und hüpften
ungeschickt herum , aber sie versuchten schon das was sie gestern
gesehen hatten nach zuspielen. Ducken und Anschleichen im
tiefen Gras. Dann sprangen sie auf und stürmten auf den sich bewegenden
Schwanz ihrer Mutter zu . Mit piepsiger Stimme fauchten sie bedrohlich
und schlugen mit ihren Tatzen nach ihm.

Das alles lies Leon noch tiefer träumen.
Andere Bilder kamen hoch..
Ein Sandstrand an den die Wellen rollten.
Das Bild war noch etwas verschwommen
und trüb, aber er konnte riechen dass es eine südliche Insel war.
Starke Blumendüfte von Hibiskus, Lavendel und Orchideen.
Die Gerüche bewirkten, dass das Bild klarer wurde.
Die See war intensiv blaugrün , der Strand feinkörnig und weiss.
Palmen wiegten sich im leichten Abendwind.

Nun wurden auch die Geräusche lauter, das rythmische Stampfen
der heranrollenden Wellen und das sirrende Flattern der Palmblätter.
Der Traum wurde wahrer und von einer realen Szene
kaum mehr zu unterscheiden.
Er spürte dass er im Sand lag, den Kopf auf seine Hand gestützt
schaute er hinaus auf die See.
Ein helles Frauenlachen lies ihn erstaunt aufschauen und er blickte
zur Seite, in die Richtung wo es her kam.
Zwei Frauen hüpften und tollten in der sanften Brandung herum
und bespritzten sich gegenseitig mit dem salzigen Wasser.
Sie waren völlig ausgelassen und schienen seine Anwesenheit
nicht zu bemerken.

Plötzlich wird es dunkel , die Farben verblassen, die Gerüche
verschwinden und es ist still.
Er bemerkt, dass er berührt wird. Eine Hand spürt er, die
sich auf seinen Oberkörper legt.
Leon schreckt hoch und schlägt die Augen auf.
Er blickt in Nickies strahlendes Gesicht.
Sie lächelt ihn an und flüstert leise.
' Rück etwas zur Seite ich leg mich neben dich.'


 

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Kontakt mit der Schäferin


Das Kritzel-, und Notizblatt von Gestern.

Der Tag gestern verlief ähnlich chaotisch wie die
Skizzen auf dem Blatt das zu dokumentieren scheinen.

Ich hatte einige Telefonate zu führen und sogar
spät Abends noch ein Treffen, wegen eines Projekts
an dem ich gerade arbeite.

Am Nachmittag jedoch gabs einen erfreulichen Kontakt.
Die Schäferin Erdmute aus 'Carima in Metropolis' hatte
ich angeschrieben und gefragt ob sie denn nicht mal
wieder vorbei schauen möchte und am RP, besonders
an der Audienz teilnehmen möchte.

In einem ausführlichen Antwortschreiben bedankte sie
sich und sagte, dass sie aktuell wegen ihres RL ( Real Life )
sehr eingespannt sei und kaum Zeit hätte.

Aber in der Vorweihnachtszeit bestimmt wieder etwas
vorbereiten werde und vielleicht auch schon vorher
sich kurz mal sehen lässt in Carima.

Auf jeden Fall solle ich aber die
Spieler grüssen die sich noch an sie erinnern und ganz
besonders die Waldhüterin ' Jungfer Blue ' ;)

In dem Zusammenhang fiel auch noch das Wort Adventskalender ;))

Nun habe ich die Grüsse hier schon mal weiter geleitet
und werde es auch bei der nächsten Audienz nochmal extra
erwähnen.
herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday

Aquarell mit Pünktchen

Zeitsprung

Tagebucheintrag : Samstag 22.Januar 2011



Ich weiss, dass Aquarellieren eine schwere Disziplin ist.
Deshalb wählte ich ein Motiv das ich schon mit Buntstiften
gezeichnet hatte. Ich nahm mir Blatt 012 als Vorlage und
ahnte nicht, dass ich gut 15 Stunden daran arbeiten würde.

Da ich die Bleistiftzeichnung mit Stahlfeder und Tusche
nachzeichnete, dauerte das schon viel länger als sonst.

Als ich dann mit den Farben anfing, spürte ich schon ,
dass das Bild völlig anders werden würde als ich es mir
vorgenommen hatte. Es war wie ein Lernprozess. Ständig
wurde mir gezeigt , was ich alles nicht konnte.

Aber ich machte weiter, fast zäh und verbissen arbeitete
ich daran. Ich bemühte mich ruhig zu bleiben und nicht
etwas erzwingen zu wollen. Manchmal musste ich einfach
Pausen machen, weg gehen vom Blatt, eine heisse Suppe löffeln
oder eine Zigarette rauchen.

Als ich fertig war mit dem Einfärben, war ich total unzufrieden
mit dem Bild. Die Farben leuchteten nicht, hatten keine Kontraste,
keine Akzente und die Flächen keine Verbindung zu einander.
Jetzt hilft nur noch die Technik mit den Pünktchen dachte ich.

Normalerweise muss ich lachen wenn mir etwas misslingt
und lass es dann gut sein. Aber jetzt war ich ehrgeizig.
Ich griff mir die Dose mit den Fasermalstiften und begann
farbige Punktreihen zu setzen.

Nach 5 fast endlosen Stunden hörte ich auf damit.
Es war wirklich komplett anders als das was ich mir
zu Beginn vorgestellt hatte.

Doch jetzt gefiel es mir.


Dienstag, 17. Oktober 2017

Bettzeug



Zeitsprung

Tagebucheintrag Montag 10. Januar  2011


Und schon wieder zeichne ich meine aufgeschlagene Bettdecke.
Es war das erste was meinen Blick gefesselt hat heut morgen.

Ich könnte es nicht fotografieren, da die Batterien meiner
Kamera leer sind. :-)

Es zu zeichnen ist auch viel besser. Man dringt tiefer ein in den
Raum, wenn man zeichnet.

Ich glaub die Archäologen wissen warum sie bei ihren Ausgrabungen
ihre Funde auch mit dem Stift auf Papier festhalten. Das kann die beste
Technik nicht bieten, was man erfährt wenn man zeichnerisch
etwas dokumentiert.
herzliche Grüsse

Lennard Monday

Montag, 16. Oktober 2017

Ein übereifriger Prinz und die Folgen



Säcke mit Kakao, 2 Seefahrerinnen, Käse ohne Löcher und die penetrante Forderung von Sir John Blacky waren die beherrschenden Themen der Audienz am späten Sonntag Abend im königlichen Schloss zu Carima.

Beinahe jedoch kam es zum Eklat, noch kurz vor dem Ende der Audienz.

Die Leuchtturmwärterin Luba hatte gerade ihren Hafenbericht beendet
den sie vor der Herzogin ablegte und war schon im Gehen begriffen, als
sie nochmal stehen blieb.
Prinz Lennard war nämlich aus der zweiten Reihe nach vorne gestürmt,
weil er befürchtete Sir John wollte sich nochmal melden wegen seiner
Schadensersatzforderung und das wollte er unbedingt übernehmen,
diese Wortmeldung zu kontern.

" War noch etwas mein Prinz ?" fragte Luba mit unwiderstehlich charmantem
Augenaufschlag.

" Nein nein meine Hübsche ... ihr seid nicht gemeint " erwiderte dieser, flirtete ganz unverhohlen mit ihr, achtete dabei nicht auf die Lautstärke, da er im Eifer und in der Erregung ganz vergessen hatte , dass seine Gemahlin hinter ihm sass, welche diesmal auch an der Audienz teilnahm.

Und schon war deren Reaktion zu vernehmen :

" Was hat der eben gesagt ? .. meine Hübsche ? ! ...
entfuhr es ihr und sie blickte dabei zu ihrer Schwester der Herzogin.

Diese jedoch wahrte die Contenance, brachte die Audienz souverän zu Ende,
verabschiedete die Bewohner und begab sich anschliessend ins Nebenzimmer,
wo für gewöhnlich noch eine Nachbesprechung gehalten wird.

Laut Aussagen eines indiskreten Saaldieners, sei es im Nebenzimmer dann
zu einigen lautstarken Äusserungen der aufgebrachten Gemahlin des Prinzen
gekommen. Aber es seien nur Wortfetzen gewesen, die bis in die Gänge hallten.

" Papiere ... Apanage .... Abfindung .... "

Steht Carima nun ein Rosenkrieg bevor ?



herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern
zu den Lesern

Lennard Monday

Sonntag, 15. Oktober 2017

Sonntagmorgen in Queensland


Der Morgen ist kühl und ich wärme mich an dem Feuer,
das in einer Schale an der Pergola nahe des Schlösschens brennt.

Dieses Queensland lässt mich nicht mehr los.
Als Ort für Kunst und Kultur war es geplant von Linde Kronsfeld,
der Gründerin von Carima.

So hatte ich es erfahren von der Herzogin die das letztens
in einem Kommentar schrieb. Es scheint also kein Zufall, dass
es mich gleich faszinierte als ich das erste mal hier landete.

Seit dem zieht es mich fast täglich hierher. Ich geniesse die
Atmosphäre und lass mich inspirieren, schreibe Texte für die Blogs
und bereite die Ausstellung vor, die demnächst im Schlösschen
stattfinden wird.

Auch heute wieder werde ich bis gegen 12 Uhr Mittag hier sein
und gerne Auskunft geben an Gäste die sich durch meine Werbung für
das Roleplay in Carima angesprochen fühlen und in
Metropolis eintreffen.

herzliche Grüsse

DEETEE WIRELESS
( Diplomatischer Berater und Mitglied der Familie
Lennard von Lemond )

Samstag, 14. Oktober 2017

Blick aus dem Fenster

Es ist ein Blatt aus einer Serie die ich vor 6 Jahren anfertigte.
Ich zeichnete damals nur mit Tuschestiften, Bleistiften
und Buntstiften.
 
Tagebucheintrag : Dienstag der 04.Januar 2011

Tastend und unsicher wirkten die ersten Striche
auf diesem Blatt. Ob ich das Motiv das ich zeichnen will
auch komplett auf das Papier bringe, fragte ich mich.

Es ist der Blick von meinem Zeichentisch aus, durch
das Fenster auf die Pergola und das wild rankende Gebüsch ,
das über die Mauer zum Nachbarn wächst.
Es war wieder Tauwetter , aber auf dem Dach der Pergola
liegen noch Schneereste.
Ich verwendete nur 3 Farbstifte. Rosa, Blaugrün und Gelb.


herzliche Grüsse
an meine Leser

Lennard Monday

Roleplay auf Carima



Die Herzogin hatte gestern einen Kommentar geschrieben zu dem Artikel
' Das kleine Pier ', den ich hier nochmal veröffentlichen möchte, da man
ihn normal nur sieht wenn man ihn direkt anclickt und er dann aufklappt.
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Jil Cuttita  13. Oktober 2017 um 11:19

Ich freue mich sehr Deine Reiseberichte und Impressionen aus Carima zu lesen.
Viele der Orte dort haben eine Geschichte die noch aus den SL-Zeiten herrührt.
So war gerade Queensland, von der Ideengeberin und Begründerin Linde Kronfeld als Ort für Kunst und Kultur angedacht. Wenn dort nun wieder eine Bilderausstellung stattfindet ist das für mich eine ganz besondere Freude und macht mir Hoffnung das ich Carima im Sinne von Linde weiter geführt habe.
Ich bin schon gespannt auf deine Werke und hoffe das die Ausstellung auch Resonanz findet.

Herzlichst
Jil Cuttita
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Vielen Dank Jil für diese Information zu Queensland.
Das mit der Ausstellung wird allerdings noch etwas dauern, da ich sie achtsam vorbereiten möchte und bei der Auswahl der Bilder noch etwas Zeit benötigen werde.

Sofort weiter machen möchte ich jedoch mit der Werbung für das RP in Carima;)

Für Neulinge im RP die noch keine Idee haben in welche Rolle sie sich einspielen
möchten hier mal einige Vorschläge :

Bewerbt euch doch zum Beispiel bei der Stadtkommandantin Anna Carlberg, als
Mitglied der königlichen Stadtwache. Sie wird euch zeigen wie man Patroullien geht und auf was man alles achten sollte dabei. ;)

Oder bei der Waldhüterin Blue, die sich sicher über einen kräftigen männlichen
Gehilfen freut, den sie in die Geheimnisse des Waldes, den Umgang mit Säge und Beil, das Schleppen von Brennholz fürs Schloss sowie auch das Brennen des Kräuterelixiers, einarbeiten wird.

Oder bei der Bäuerin Elmanu Pastorelli, die sich bestimmt auch freut über Gehilfen die sie über die Kartoffeläcker scheuchen kann ;)

Auch bei meinem Diplomaten Kollegen Prinz Lennard von Lemond und dessen Familie gibt es Einstiegsmöglichkeiten fürs RP.
Kammerdiener, Zofen, Kindermädchen, einfach alles was ein Adliger an Personal so braucht.
Aber Vorsicht, seine Gemahlin führt ein strenges Regiment und achtet sehr
auf Etikette ;)

Wer lieber etwas freier und abenteuerlicher einsteigen möchte, dem empfehle ich
mit dem  zwielichtigen Sir John Blacky Kontakt auf zu nehmen.
Whisky schmuggeln, Intrigen gegen den Hof schmieden, Marktstände abfackeln
und dann dreist Schadensersatz fordern, das ist sein Metier ;)


(( Hier eine interne Bemerkung an Blacky : du verstehst sicher, dass ich deine Rolle hier so dargestellt habe, aber mit dem Namen kann man halt keinen ' Heiligen' oder ' Edlen ' spielen. *kichert * ))

Es gibt aber noch jede Menge andere Möglichkeiten in Carima anzufangen.


Wie ihr nach Carima in Metropolis kommt seht ihr hier :

>>>>>>>> Anleitung für den Firestorm Viewer <<<<<<<<<<<<<<

und bei weitern Fragen mich einfach im Messenger anschreiben

DEETEE WIRELESS

oder vorab per email an ' lennard09@gmail.com ' Betreffzeile: Carima

herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday

P.S.: Und bitte immer daran denken es ist nur ein Spiel das Spass machen soll
und stets auch die heiteren Aspekte beim Roleplay im Auge behalten ;)

Freitag, 13. Oktober 2017

Das kleine Pier

Mein Morgenspaziergang führt mich an den Strand von Queensland
Seit Neuestem habe ich mir angewöhnt einen kleinen Spaziergang zu machen nach dem Aufstehen und dann mein Frühstück unter der Pergola neben dem Museumsschloss ein zu nehmen ;)

Hier kann ich in Ruhe schon mal erste Notizen und Skizzen für meine Blogs machen.

Nachdem mich die Herzogin gestern angeschrieben hatte und meiner Idee,
dass ich eine Ausstellung meiner Bilder und Zeichnungen im Schloss machen
wolle, zugeneigt schien begann ich schon mal mit meinen Planungen.

Dieses Oueensland hat eine faszinierende und inspirierende Atmosphäre.
Das kleine Pier unten am Strand erinnert an ein englisches Seebad, an
Sommerfrische, 'Night of the Proms' und Land of Hope and Glory ;)

Ach ja, wenn jemand von meinen Lesern mich dort besuchen möchte ;)
Ganz einfach. Den Einstieg nach Metropolis findet ihr hier

>>>>>>>>>>> Metropolis <<<<<<<<<<<<<

und wenn ihr dann einen Avatar habt, dann schreibt mich an, mein Künstlername dort ist

DEETEE WIRELESS

Ich geb euch dann TP nach Queensland und wir können etwas plaudern.
Bin heute noch so bis gegen 12: 00 Uhr dort online ;)

herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday

Paraskavedekatriaphobia

Ein richtiger Zungenbrecher dieses Wort. Wenn man es sich merken will, kann ich empfehlen es zu gliedern und sich die einzelnen Teile dann einzuprägen.

Paras - kave - dekatria - phobia

Das Wort ist zusammengesetzt aus lateinischen und griechischen Begriffen und wird in England als ein Wort benutzt. Frei übersetzt bedeutet es :

' Angst vor Freitag dem Dreizehnten. '

Der Aberglaube, dass die 13 eine Unglückszahl ist hat sich so festgesetzt, dass oft sogar in Hotels das 13te Stockwerk glatt geleugnet wird, wie das Foto von einem Hotelaufzug oben beweist. Im christlichen Glauben gilt der Freitag deswegen als Unglückstag, weil Jesus an einem Freitag gekreuzigt wurde und Adam und Eva angeblich an einem Freitag den Apfel, als verbotene Frucht vom Baum der Erkenntnis gegessen haben sollen und daraufhin aus dem Paradies vertrieben wurden ;)

Tatsächlich soll es Menschen geben, die an so einem Tag noch nicht mal das Haus verlassen aus Angst vor Unheil. Wenn man sich einredet, dass etwas Schlimmes passieren wird und das dann auch eintritt, das bezeichnen  Psychologen als ' selbsterfüllende Prophezeiung ''.

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Hallo liebe Leser ;)

der obige Text stammt aus einem Beitrag meines Blogs ' Carima Stadt '
aus dem Jahr 2015.
Damals war der 13.März auch ein Freitag ;)
Aus gegebenem Anlass habe ich ihn auszugsweise heute gerade nochmal verwendet ;)

herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday

P.S. : Natürlich werde ich heute aus dem Haus gehen ;) Ich muss
zum Einkauf in die Stadt weil ich keinen Kaffee mehr habe.

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Queensland


Tagebucheintrag Mittwoch 11.Oktober 2017


Der Tag begann eigentlich nicht sehr erfreulich gestern.
Ich hatte am Empfangsterminal in Metro darauf gewartet ob Gäste
und Interessenten fürs RP eintreffen.

Es standen dort noch andere Personen. Ich nenn sie mal Infoscouts.
Sie bieten irgend etwas an oder vertreten eine Gruppe,
eine Interessensgemeinschaft oder einfach nur sich selbst.

Für den neuen Avatar den ich mir für die Aufgaben in Metro
gestaltete , habe ich ganz bewusst einen dunkelhäutigen Avatartyp
gewählt mit afrikanisch anmutender Gestalt.
Gekleidet war dieser noch nicht fürs RP sondern trug nur ein
hellblaues T-shirt und beige Arbeitshosen mit aufgenähten Taschen.

Ein gross gewachsener Mann mit Hawaiihemd und Jeans sprach mich an.
Offensichtlich Amerikaner mit Slang sogar ;)

"What s in your pockets ? "

Also gleich voll rein in die Konversation, kein Hello oder sonstige Anrede.

"Nothing "

antworte ich darauf auch erst mal ziemlich banal, fuhr dann aber fort mit :

"Hi there , nice to meet you. "

Weil ich ja mit den Leuten ins Gespräch kommen will.
Ein solches entwickelte sich dann auch und zwar in der Art die ich eigentlich zum Kotzen finde.

Wo kommst du her ? Ah Deutschland.
Ich nannte ihm die sogar meine Heimatstadt Grünstadt.

Yeaah ich liebe Grünstadt.
Obwohl ganz klar war, dass er vermutlich noch nicht mal wusste
wo Deutschland überhaupt auf dem Globus zu finden ist.

Er wollte mich sogar sofort besuchen kommen. ;)

Ja klar hock dich dein Auto und komm vorbei ich geb dir meine Adresse.

Spätestens hier hatte ich den schon abgehakt als Gast fürs RP kam er wohl
nicht in Frage.
Aber er fing meine Aufmerksamkeit wieder ein in dem er mir anbot sein Land
das er hier in Metro hatte zeigen zu wollen.

Per TP holte er mich dorthin.
Ich war fasziniert. Richtig gut und authentisch gestaltet.
Ein amerikanisches Stadtghetto mit zerfallenen Häusern die realistisch aussahen.
Und einem Basketball Platz auf dem wir gelandet waren.
Während ich mit der Cam umherzoomte um mir die Bauwerke zu betrachten, bemerkte ich, dass er begann mich zu umkreisen.
Plötzlich blieb er stehen, öffnete seine Hose, kramte einen überdimensionierten Penis hevor und begann mich an zu pissen ;)

Nun tun ja Pixel bekanntlich nicht weh, sie machen einen auch nicht wirklich nass und sie stinken nicht. Ich blieb also gelassen stehen, machte ihm nochmal Komplimente über das schöne Stück Land das er hier besaß und sagte ihm dass ich mich jetzt leider verabschieden müsse , da ich noch einige Termine ab zu arbeiten hätte.

Noch im TP rief er mir nach.

" Ich hoffe, dass wir uns wiedersehen, mein kleiner schwarzer Freund. "

Nun ja, ich hoffe das eigentlich nicht und ich antwortete ihm schon gar nicht mehr.

Jetzt brauchte ich erst mal was erfreuliches, ging nicht mehr zurück
zum Terminal sonder flog gleich weiter nach Queensland.

Carima Queensland ist wirklich ein Meisterwerk, das die Baumeisterin Delphi
hier in Metropolis geschaffen hat.


Ich setzte mich unter eine Pergola, begann meine Notizen zu machen und
formulierte auch gleich einen Text für die Herzogin mit dem ich sie fragen werde
ob ich den hier in dem Museum, das in einem Schloss beherbergt ist mal eine
Ausstellung für meine Bilder und Zeichnungen machen könne.
Obwohl die mit der Zeit in der das RP hier spielt ( 15tes Jahrhundert )
eigentlich nichts zu tun haben.
Herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern
für meine Leser

Lennard Monday



Mittwoch, 11. Oktober 2017

Vor 6 Jahren


Tagebucheintrag : Donnerstag 13.01.2011

Nachdem ich gestern so lange mit der Zeichnung gekämpft
hatte und mit vielen gepunkteten Linien , sogar mit farbigen
Punkten versucht hatte , die Tasse einigermassen vertikal
auf den Tisch zu bringen, gelang mir wenigstens das Risotto
auf Anhieb.
Mit kleingeschnittenen Zwiebeln, in Öl leicht angebraten, etwas
getrocknetes Bohnenkraut dazu, dann den Reis mit rein, auch glasig
angebraten, schnell mit Brühe abgelöscht und gerührt.
Kurz vor Ende der Garzeit noch Möhrchen und Erbsen aus der Dose
hinzu und mit heiss werden lassen.
Perfekt cremig war es und der Reis hatte noch Biss :))

Am heutigen Vormittag machte ich eine Zeichnung von meinem
Arbeitstisch. Im Vordergrund eine leere Tabaksdose mit den Fasermalstiften.
am hinteren Tischrand die grüne Arbeitsleuchte und darunter mein
Aquarellkasten.
Diesmal brauchte ich kaum gepunktete Linien um die Flächen miteinander
zu verbinden.

Herzliche Grüsse
an meine Leser

Lennard Monday



Dienstag, 10. Oktober 2017

Diffuse Relationsgleichung


1. Oktober 2013

Leon saß an der Bar hatte ein Blatt Papier vor sich und begann zu scribbeln und Zahlen zu notieren.

Nippte zwischendurch immer wieder an dem Glas mit Tomatensaft auf dem oben ein frisches Eigelb schwamm das mit blanchiertem und dann geschrotetem weissem Pfeffer und Himalayasalz gewürzt war. Natürlich war auch Wodka in dem Tomatensaft.

Melina die gelangweilt neben ihm saß, beobachtete ihn eine zeitlang und fragte dann :

" Sag mal Leon, watt machste da eigentlich ? "

" Siehste doch, ich arbeite. " und schaute weiter konzentriert auf sein Papier.

Melina zog die Augenbrauen nach oben und die Mundwinkel nach unten.

" Das nennst du arbeiten ? das Gekritzel da und die Zahlen. "

Leon atmete tief ein und schaute leicht genervt hoch.

" Ich arbeite an einer Formel für die diffuse Relativitätsgleichung. "

Melina riss die Augen weit auf und blies die Backen auf, als müsse sie einen Würgereiz abfangen. Flüsterte dann respektvoll :

" Boaaah dat hab ich ja noch nie gehört. Biste jetzt Rechenlehrer geworden ? "

" Nein Kleines. " erwiderte er in väterlichem Tonfall : " Ich habe mich als Assistent beworben am Institut für Noetik, Fachbereich Mathematikrevision. "

Sie schaute ihn misstrauisch fragend an : " Tut dir der Kopf weh ? mein Grosser."

" Biste wieder mit eine deiner Schlampen durch die Clubs gezogen ? " setzte sie ironisch fragend nach.

Leon atmete kurz schnaubend aus und schaute mit grimmiger Miene wieder auf sein Blatt.

" Nein Kleines nicht der Kopf, die Füsse tun mir weh, die Füsse ! "

" Ich habs geahnt. " grummelte Melina, lies sich vom Barhocker gleiten und ging kopfschüttelnd davon.

" Das konnte ja nicht gutgehen. Wochenlang zieht der Kerl jede Nacht mit ner anderen los. Der hat sich das Hirn rausgefickt. " brabbelte sie weiter vor sich hin.


Herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard von Lemond

Montag, 9. Oktober 2017

Brautstaupe


Dienstag 8. Oktober 2013

"Brautstaupe ?  Watt datt denn ?"  Melina Kowalski zog die Augenbrauen hoch und sah Leon fragend an.
Leon rollte mit den Augen und dachte, ist ja klar, ihr Name sagts schon, ne Bürgerliche. Keine Ahnung von den interessanten Sachen.

Er wendete sich ihr augenzwinkernd zu :  "Also Kleines pass mal auf. Wer hatte denn die letzte adlige Hochzeit, die deine Aufmerksamkeit erregte und die du angeschaut hast ?"

" Na, Kate und Willie die Englischen ! " kam es wie aus der Pistole geschossen.
"Und ? hast auch die Zeremonie gesehen in der Kirche ?" fragte Leon weiter.

"Klar! ich liebe den Pomp und das ganze Gedöns , zum Weinen schön, herrlich." antworte Melina lächelnd und bekam einen leicht verträumten Blick.
" Gut dann ist dir sicher auch aufgefallen wie Kate öfter mal mit den Mundwinkeln zuckte und mit belegter Stimme den Eheschwur und das Jawort sprach? " führte Leon weiter.

"Och ich weiss nicht, kann sein dass ich vor lauter Tränen nicht richtig gesehen hab." sagte Melina beiläufig.

" Also dieses Zucken und die belegte Stimme, das sind die letzten Auswirkungen der Brautstaupe. In diesen Zustand fallen die Mädels so einige Wochen vor dem Hochzeitstermin wenn sie merken, dass es bald ernst wird und ihnen bewusst wird was da alles auf sie zukommt. Sie nehmen dann ab werden mager und so weiter." erläuterte Leon.

" Komm Leon du willst mich veräppeln, hör auf mit dem Schwachsinn." lachte Melina und knuffte ihm in die Seite.
" Und ausserdem Staupe is doch ne Hundekrankheit das weiss ich. " setzte sie nach.

" Na gut wenn du meinst. " Leon zuckte mit den Schultern " dann sag ich halt nichts mehr, aber ich verrat dir gleich, falls es dich dochmal interessiert, googeln brauchst das Wort nicht. das kennt selbst Google nicht und die wissen sonst immer alles . "

" Na na na, Leon du Schätzchen. " grinste Melina schelmisch, hob den Zeigefinger und deutete mit den Lippen ein Küsschen an.
" Die Jungs die ich kenne, die interessieren sich eher  für Autos, schnelle Motorräder, Fussball und Dosenbier.  Tz tz tz Brautstaupe."

Melina lies sich vom Barhocker rutschen, schaute nochmal über die Schulter zurück zu Leon und ging lachend davon.


herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern
an meine Leser

Lennard von Lemond


Freitag, 6. Oktober 2017

Weiche No 3

Hallo liebe Leser ;)


Der Blog geht weiter wird aber vorerst umgeleitet
auf einen anderen Strang Gleis A .

Allen Informationsreisenden die aus dem Studium
der Onlinelektüre ' Lemond Press ' aus dem
Lemondhouse Cafe hier eintreffen empfehle ich
das  Blog - Archiv auf der Seitenleiste.

Allen anderen, die hier zufällig auf diesen Blog
stossen biete ich hier die  Gelegenheit
auch schnell auf den Hauptstrang A zu gelangen.

>>>>>>> Teleportationslink <<<<<<<<<<<<<

Ich wünsche einen angenehmen Aufenthalt
und eine spannende Zeit ;)


herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday