Montag, 27. November 2017

Audienzbericht vom 26.11.


Ein Hafenbericht mit einigen Missverständnissen war diesmal der Höhepunkt
der Audienz. ;)
Die zunächst etwas unkonzentriert und gelangweilt wirkende Leuchturmwärterin
Luba, präsentierte dem Prinzen eine Sternenkarte auf der Schiffahrtsrouten
aufgezeichnet waren.
Der Prinz starrte wie gebannt auf das Papier und tuschelte anschliessend mit
seinen Töchtern. Er meinte solche Papiere auch zuhause bei seiner
Gemahlin schon gesehen zu haben.
Nein, nein, versicherte ihm dann seine älteste Tochter, die Papiere von zuhause
seien Schnittmusterbögen für das neue Modelkleid ihrer Mamie, welche der Schneiderin
als Vorlagen dienten. ;)

Das herausragende Ereignis der vergangenen Woche war jedoch eine Geschichte
die von der Seefahrerin Verona veröffentlicht wurde.

Da es sich um eine ' Background Story ' handelt wie sie sich von vielen
RP Spielern zurechtgelegt wird, erlaube ich mir den Originaltext, als Beispiel
und Anregung für andere, hier direkt nochmal wieder zu geben.

( Zitat )
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Die Wende 

Händer Harki traf eines Abends, Verona im Kontor an. Dort befanden sich einige Gäste
und so wurde ein wenig geplaudert. Als es dann zur später Stunde ruhiger wurde und
nur noch John und Veronas Bruder mit in der Runde saßen, überreichte Händler Haki
ihr ein blaues Stück Stoff in dem etwas eingewickelt war.

Was sie fühlte ließ ihr Herz einen kleinen Hüpfer machen, doch wagte sie nur einen
flüchtigen Blick und versteckte dann das Tuch in ihre Rockinnentasche.

Irgendwie geriet das Tuch in Vergessenheit da der Kontor und ein Mann namens
Tetsu ihre ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nahmen.

Damals..., am Abend der Eröffnung des Kontors, den sie mit Händler John betrieb,
erschienen  viele  Gäste. Von Nah und Fern waren sie angereist, auch einige
Durchreisende, unter ihnen  ein Mann der sich Tetsu nannte. 
Wein, Weib und Gesang gabs in Hülle und Fülle, selbst der Rum floss in Ströhmen.
Es war ein berauschendes Fest.

Weit nach Mitternacht gingen die letzten Gäste bis auf jener Mann,Tetsu.
Verona bat ihre Magd Aneliese, sie möge noch vor dem zu Bett gehen,
die Tische abräumen und die Lichter im Kontor  löschen. Dann sezte sich die
Kapitänin zu Tetsu.
Ob es nun am Rum lag oder an den Worten des Fremden  ....vermag  heuer niemand mehr
 zu sagen.... jene Nacht, wurde Verona zum Verhängniss. Tetsu war nicht nur ein
einfacher Mann, nein  ....etwas an ihm .....war anders ...und zog sie in seinem Bann.
Am Ende hatte sie unvorsichtiger Weise mit ihm einen Pakt geschlossen und der Preis
 ...tzja... das war ihre Seele.
Verona bat Tetsu einen bestimmten Jadestein zu finden und ihr zu bringen, dafür
würde sie ihm, ihre Seele geben.

Die Tage zogen ins Land, ein Jeder sah an der Seite Veronas, diesen Fremden.
Je länger sie mit ihm Zeit verbrachte, desto mehr fing sie an, Tetsu  zu mögen.
Eine liebelei begann und ließ sie alles wie durch einen Schleier erleben,
sobald er in ihrer Nähe war. Bis eines Tages Händler Haki Carima erreichte.

An Bord des Händlers war Veronas Bruder Sky, den sie schon lange nicht mehr gesehen hatte.
Er war in fernen Länder unterwegs, als die gemeinsam Mutter verstarb. So konnter er
seiner Schwester in der schweren Stunde, keinen Beistand leisten.
In Carima angekommen, sah Sky, seine Schwester verändert. Wohl wissend, dass Verona
die Ältere und somit sie die Erbin der Katana war, wollte er nun an ihrer Seite stehn.
Als er dann von dem Pakt erfuhr, welchen sie tat um an den Jadestein zu gelangen,
wurde er zornig. Dennoch blieb er in der Ruhe und beobachtete ohne einzuschreiten
Veronas Umfeld.

Sie zeigte Sky ihre neu gewählte Heimat Carima... er verstand warum sie sich gerade
hier so wohl fühlte. Freundliche Bürger, verschiedene Wesen und ein Adelshaus dem
Verona die Treue schwörte... ja, hier war sie nun endlich angekommen. Nur dieser Pakt
war ihm ein Dorn im Auge und so ließ auch er nach dem Stein suchen um seine Schwester
zu befreien. Die jedoch durch den Schleier ihrer Liebelei nicht mehr klar sah.
Sky wiederholte für sich immer wieder die Worte Veronas :
"...Tetsu muss ihr den Stein höchst selbst überreichen, nur dann ist er ihrer Seele mächtig."

Die Magd Aneliese, kümmerte sich  nicht nur um das Essen und den Kontor, sie war auch
für das Wohl Veronas verantwortlich. So trug es sich zu, dass Aneliese die Kleidung
ihrer Herrin wusch und dabei entdecke sie in der Rockinnentasche jenes blaue Tuch welches
Haki Verona übergab. Die Magd eilte als gleich zu Verona und zeigte ihren Fund.
Diesesmal wickelte Verona das Tuch auseinander um sich den Inhalt näher zu betrachten.

" beim Klabautermann, er ist es..."  Ein kleiner Jadestein, leicht verdunkelt durch
das Blut des damals getöteten Wächters, verziehrt mit einem silbernen Drachen als Siegel. 
Mit einemmal fiel der Schleier ihrer Verliebtheit von ihr ab und sie konnte wieder
klar denken.
Sogleich ging Verona in ihre Kammer, zog unter ihrem Lager eine Kiste hervor,
öffnete diese, und blickte auf das weisse Katana.... mit beidem lief sie zu ihrem Bruder.
Sky schickte umgehend einen Boten los um das Buch, welches Verona in der geweihten
Erde einst versteckte, ihm zu bringen.

In einer kleinen Zeromonie verbanden sie den Stein mit dem Schwert... nun war zusammen
was Zusammen gehörte. Mit diesem verbundenen Schwert konnte Verona das unsichtbare Band
des Kaiseres durchtrennen um entlich frei zu sein....
Jedoch, bis dahin war es noch ein weiter Weg.

Denn es galt ersteinmal Veronas Seele vor dem Mann, Namens Tetsu zu schützen.
In dem geweihten Buch fand Sky eine Passage wie man Seelen vor der dunklen Macht
schützen kann. Dazu bedarf es das weisse Katana welches nun die Macht besaß Jeden,
ob Mensch, Tier oder Wesen töten zu können. Dem Träger/Besitzer jedoch, konnte nichts
anhaben. Weiter las Sky die Worte,
' Sollte dem Träger die Seele durch einen Pakt geraubt werden, so müsse man den Träger
mit eben diesem Schwerte das Herz durchbohren.
Und die Seele, sobald sie den Körper verlässt, in ein mit geweihter Erde gefülltem
Kästchen verwahren. Der tote Körper soll ruhen 2 Sonnenauf- und Untergänge lang,
am dritten Morgen, bei Sonnenaufgang füge man dem Körper die Seele wieder zu und
spreche die Worte:

"Herz erwache, welches ich durch stach.
Um dich zu retten vor der Höllenqual,
bewahrte ich, die Seele dein.
Nun lass erneut sie in dir hinein,
schlage Herz nun kräftig und rein". '

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( Zitatende )


Ich muss gestehen, auch nach wiederholtem Durchlesen der Geschichte,
hat sie sich mir noch nicht so ganz erschlossen . ;)
Aber es zeigt mit wieviel Engagement unsere Spieler bei der Sache sind.

Herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday


Montag, 20. November 2017

Audienzbericht vom 19.11.


Keine Sorge, die Audienz wird nicht zum Komödienstadl verkommen ;)
Auch wenn man wegen der vielen OOC-Bemerkungen im Carimachat, solche
Vermutungen anstellen könnte.

Es zeigt viel mehr die Entspanntheit, Unverkrampfheit und die Spielfreude
der einzelnen Akteure. Die Audienz bekommt immer mehr Kultcharacter und
man freut sich regelrecht auf den Sonntag Abend.;)

Fast schon zum Standard gehört auch, dass die erste Wortmeldung von
Jungfer Blue, der Waldhüterin kommt.
Wieder auffallend angezogen, diesmal dezent nach Lavendel duftend und zunehmend
selbstbewusster war ihr Vortrag. Es ging um 5 erlegte Wildschweine und
das Königshaus möge doch diese bitte bei ihr abholen, da sie wegen der
anhaltenden Baumpflanzaktionen sehr wenig Zeit habe um die Viecher
küchenfertig anzuliefern;)

Sir John war der nächste Kandidat beim Vorsprechen. Eine ganze Schiffsladung
Holz bräuchte er. Die Bäume würde er selbst fällen und auch alles
korrekt abrechnen und bezahlen. Prinz Lennard war verblüfft und erstaunt
über diese Anfrage, so dass er erst nach einer kurzen Denkpause seine Nachfragen
formulieren konnte.
Für wen, für was und wieso das ganze Holz denn verwendet werden solle.

Es ging um eine frierende, befreundete Burgherrin von Sir John, die offenbar
zu wenig Holz vor ihrer Hütte hat und mit grossem Bangen und Zähneklappern
dem Winter entgegen sieht.
Prinz Lennard machte nur die Zusage, dass der Antrag unter Berücksichtigung
der Waldschäden und der Nachpflanzaktion, geprüft würde und schob das ganze
erst mal auf die Rückkehr der Herzogin.

Verona die Seefahrerin, rückte schon fast mit gesamter Mannschaftsstärke
vors Podest. Stolz präsentierte sie ein neues Mitglied ihrer Wüstenexpedition.
Es handele sich um ihren Bruder teilte sie den erstaunten Teilnehmern der
Audienz mit. Dessen wildes Aussehen und sein ständiges Dazwischenreden beeindruckte
sogar die beiden Töchter des Prinzen.;)

Leider kam es wegen der Länge der einzelnen Wortmeldungen nicht mehr zu dem,
vom Prinzen sehnlichst erwarteten Hafenbericht. Die liebreizende Luba
musste dringend zum Dienst und verabschiedete sich kurz vor Ende der Audienz.

herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday


Montag, 13. November 2017

Audienzbericht vom 12.11.


Lara die kleine Prinzessin sprang ein für Lady Anna, die Stadtkomandantin.

Obwohl sie ihrem Vater gestand, dass sie etwas aufgeregt sei, nahm Lara
mutig und tapfer den Platz ein den sonst Lady Anna inne hat und nahm
die Wortmeldungen entgegen bei der Audienz.

Die Audienz verlief unspektakulär und war auch etwas kürzer als gewohnt.

Lady Blue allerdings sorgte für ein gewisses Aufsehen. Nicht nur bei der
Gattin des Prinzen sondern auch bei ihm selbst.

' Dressed to kill ' nennen es die Engländer ;)
und meinen damit , wenn eine Lady sich aufgetakelt hat um besonders
aufzufallen.

Das gelang ihr sehr gut sogar und der Prinz kam in die Verlegenheit
seine Augen unter Kontrolle halten zu müssen, ob des üppigen
Dekoltes , das die Waldhüterin ihm präsentierte.

Und zur Abwechslung trug sie diesmal Veilchen anstatt Rosenparfum,
an diesem trüben und kalten Novembertag.

Mit der Ankündigung, dass sie diese Woche in See stechen wolle zu einer
Handelsfahrt, erregte die geschäftige Kapitänsfrau und Kontorsinhaberin
Verona die Aufmerksamkeit der Audienzteilnehmer.

Auf die Frage wo es den hin ginge, kam allerdings nur die vage Antwort :
 'In die Wüste.'
Die verblüffte Nachfrage des Prinzen, was es denn in der Wüste ausser
Sand und Kamelen an Handelsgütern gäbe, brachte Verona etwas ins
Schlingern. Aber geschickt und wortreich manövrierte sie sich unter geheimnisvollen
Andeutungen wieder aus dieser Situation heraus.

 'Cathy from Ireland ' hatte danach noch ihren Auftritt vor dem Podest.
Und zwar nicht ganz freiwillig, denn sie kam erst etwas zögerlich nach vorne
als der Prinz , mangels weiterer Wortmeldungen die Teilnehmer musterte,
das ihm unbekannte Gesicht auffiel und er sie mit vielen freundlichen Worten
nach vorne bat. Ein kleiner Schubser von Verona unterstütze diese Aktion.

Luba kam auch noch zu Wort an diesem Abend.
Jedoch hatte sich ihr Hinweis, dass Lady Anna nicht an der Audienz teilnehmen
könne, schon vorher herum gesprochen und war durch den heldenhaften Einsatz
von Lara ausgeglichen worden.

herzliche Grüsse

Lennard Monday


Montag, 6. November 2017

Die Audienz und der Traum danach


Gleich nach der Audienz eilte der Prinz wie immer
ins Nebenzimmer und lies sich auf den Sessel neben dem Kamin
plumpsen.

Er nahm einen kräftigen Schluck von dem Elixier das ihm
die Jungfer Blue wieder pünktlich geliefert hatte.

Die Audienz war sehr gut besucht und anstrengend, da sie
jedesmal seine ganze Konzentration fordert. Die wohlige
Wärme neben dem Kamin und die Wirkung des Elixiers liesen
ihn entspannen und er nickte ein.

Nach einiger Zeit dann, tauchten Traumbilder auf, in denen
die Personen die kurz zuvor noch die Audienz besucht hatten erschienen.
Er sah Luba die auf ihrem Leuchtturm hockte und ein Schiff
das im Nebel verschwand, jedoch kurz darauf wieder auftauchte.

Der kastiliansiche Botschafter erschien ihm ebenso wie
wie die Seefahrerin Verona samt ihrem neuen Händlerfreund.

Das folgende Bild aber, lies ihn hochschrecken und er war sofort
hellwach.
Er hatte ein totes am Boden liegendes Wildschwein gesehen,
auf dessen Rücken die Jungfer Blue, mit auf den Rücken
gefesselten Händen, drappiert war.

Der Prinz schüttelte sich und begann zu frösteln. Der Kamin
war inzwischen fast ausgebrannt und alle anderen waren schon gegangen.
Es sass noch einen Moment nachdenklich im Sessel, bevor auch er sich
aufraffte und nach hause ging.

Nun gibt es ja im 15ten Jahrhundert keine Psychologen, die solch ein
Traumbild und die unbewusste Botschaft die es vermitteln will
analysieren können. Wohl aber gabs schon damals Sternenkundige
und Traumdeuterinnen.

Er beschliesst jedenfalls die Szene dem Hofmaler zu schildern,
sie dann von ihm auf Leinwand bannen zu lassen und dieses Gemälde
dann in seinem Büro im Schloss an einem diskreten Ort aufzuhängen.

herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday