Sonntag, 25. März 2018

Audienzbericht vom 25. 03. 2018


Ein Geisterreiter wird seit Neuestem in klaren Vollmondnächten beobachtet.
Besonders häufig sieht man ihn den Weg zum Schloss hinauf jagen in
wildem, ungezügelten Galopp.
Das Volk aber lässt sich nicht erschrecken von ihm. Hinter vorgehaltener
Hand flüstert man sich zu : " Das ist der Primus ! der schämt sich für
die Farbe seines Pferdes und reitet nur noch nachts. " ;))

Zur Audienz.

Die Herzogin lies sich entschuldigen und bat den Prinzen zusammen
mit seiner Gemahlin und Primus die Audienz zu leiten.

Grace McLeod stürmte als erste vors Podest und polterte sofort
hysterisch los : " Ich bin bestohlen worden ! "

Man weiss ja mittlerweile dass sie angeblich aus irischem Landadel
stammt , dass sie aber so völlig ohne Etikette gleich zur Sache
kommt das wollte der Prinz nicht ohne weiteres hin nehmen.

Mit einigen höflichen Formulierungen versuchte er sie auf dieses
Missverhalten hinzuweisen. Jedoch sie konnte oder wollte nicht
verstehen und trat sogar noch einen Schritt vor hielt die Hand
auf und nannte eine Summe.

Darauf hin machte er ihr kurzerhand klar, dass dies hier nicht so gehandhabt wird,
verwies sie an Primus weiter, damit dieser alles aufnehmen solle und
der Fall dann schliessend untersucht würde.
Mit einem Lächeln forderte er sie dann auf wieder in die Reihe zurück zu treten.

Wie erwartet kam dann Jungfer Blue freudestrahlend nach vorne, machte
einen formvollendeten höfischen Knicks und überraschte mit der Ankündigung dass
sie für den Prinzen, frisch bemalte Ostereier als Geschenk dabei hätte.

Dieser wich entsetzt einen Schritt zurück, hielt beschwörend beide Hände hoch
und sagte fast flehentlich : " Nein um Himmels Willen ... das kann ich nicht
annehmen ... bemalte Eier vor Ostern .... niemals ! So etwas bringt Unglück ! "

Sehr entäuscht und etwas bedröppelt schulterte die Jungfer ihren Korb wieder,
den sie schon abgesetzt hatte und auspacken wollte, schaute zu Primus rüber
und sagte leise : " Dann werd ich halt die Eier verstecken, im Wald nahe beim
Lemondhouse. "

Der Prinz war schon wieder gefasst und machte mit Primus einige scherzhafte
Bemerkungen über Hasen und dass man die eigentlich am Liebsten gebraten
vernasche.
Irgendwie sah sich Luba die Hafenmeisterin genötigt der Jungfer erklärend
bei zustehen, trat hinzu und bat um Erlaubnis sprechen zu dürfen.

Als sie dann begann mit : " Es war einmal...... "

,herrschte erst mal ungläubiges stilles Staunen im Saal und danach
kam es zu einem unübersichtlichen wirren Wortwechsel.

Selbst Primus verlor den Überblick und lies sich anstecken von dem Wirr Warr, ging
ins Kaminzimmer und führte, in keinem Zusammenhang mit dem allgemeinen Gesprächsverlauf stehend, seinen Schimmel, den er vorher dort deponiert hatte in den Saal.

Das bedauernswerte Tier, das seit einigen Tagen in dem kompletten Spektrum
der Farbe Lila , von rotviolett bis blauviolett leuchtet.
Was der gute Primus damit allerdings erreichen wollte, blieb nicht nur dem Prinzen
völlig schleierhaft. Wollte er sich nochmal auslachen lassen wegen der ungemein
provozierenden Farbe des Schimmels ?

Als die Lage sich einigermassen beruhigt hatte und offensichtlich keine Meldungen
mehr vorlagen, machte der Prinz, zur Überraschung seiner Gemahlin die Ankündigung,
dass die Familie von Lemond für das Volk in der Dorfschänke ein Fass ' Osterbier '
bereit halte, es aber erst nach Karfreitag getrunken werden dürfe.

Auch Primus, der wieder einigermassen bei Sinnen, lies dann im Namen der Herzogin noch verkünden, dass wie jedes Jahr zu Ostern am Sonntag, in der Kirche um die sechste Stunde des Morgens eine kleine Andacht stattfinde. Angestossen und angeleitet wurde das immer von der Schäferin Erdmute, jedoch blieb bisher noch ungeklärt ob diese auch wieder dabei sein könne.



Ich wünsche allen Lesern eine entspannte und möglichst stressarme Woche vor den Osterfeiertagen.

Lennard Monday


Montag, 19. März 2018

Audienzbericht vom 18.03.2018


In 2 Wochen ist Ostern und die Jungfer Blue kümmert sich
schon um die Eier ... die Ostereier natürlich.

*grübel und grummel *

Omg diese Worte, Begriffe und Assoziationen.
Eier ... Jungfer .... Hasen ....

Verdammt das ist ein ganz schön schmales Brett auf dem ich mich
 gerade befinde. Wie komm ich da bloß wieder herunter? ;)

Stop !

Die Leser werden das verstehen. Ich bin ganz einfach gut gelaunt, weil
das RP in Carima so viel Spass macht und echt gute Leute dort spielen.
Ich mach jetzt keine Aufzählung mit Namen. Ich meine einfach ALLE.
Auch wenns manchmal Missverständnisse gibt, wie vermeintliches Abwürgen eines RP, wir sind alle kreativ genug um wieder anzuknüpfen oder neu zu beginnen, wie der Fall mit der Truhe beweist ;)

Und ich schwörs ich hab KEIN Techtel Mechtel mit der Jungfer, obwohl sie jetzt
schon zum zweiten mal auf dem Titelbild erscheint ! ;)

So und jetzt ernsthaft zum Audienzbericht.

Die Herzogin kam ohne lange Begrüssung sofort zur Sache. Man spürte
dass sie die Kanonenkugel endlich vom Tisch haben wollte.
Sie fragte Lady Anna erst garnicht nach Meldungen sondern rief sogleich
die Lehrerin Matisha auf.

Die begann auch direkt zu berichten und erklärte den staunenden Zuhörern,
dass sie die Kugel, mit einer von ihr entwickelten Substanz oder besser gesagt
Tinktur bearbeitet hätte, eine äussere, schwärzliche Masse von der Oberfläche entfernt
und dann auf eine Gravur gestossen sei.

" H.v.G. ! " sagte sie triumphierend.

Allgemeines Raunen und Getuschel im Saal. Eine geballte Faust des Prinzen
und sein Ausruf :  "Ich habs gewusst ... das war doch klar ! dieser Pirat ! "

" Aber ... " , fuhr Matisha fort und wurde dann etwas kleinlaut,
" es ist ... es ist leider etwas passiert mit dem ich nicht gerechnet hatte. "

Atemlose Stille im Saal und alle Blicke auf Matisha gerichtet.

" ich musste mein Labor für nur eine Viertel Stunde verlassen ...
und die Tinktur hat weiter gearbeitet und ... die Kugel komplett
verdampft. " fügte sie , zerknirscht hinzu.

Einem kurzen Moment allgemeiner Ratlosigkeit folgte dann von der Herzogin
geäussert: " Nun gut , dann werden wir diesen Fall als Krematorium ...
ähmmm .... Moratorium " ,verbesserte sie schnell, " behandeln ."
" Ich danke euch für euere Dienste Matisha."

Der Prinz kratzte sich noch nachdenklich am Kinn, hatte nicht bemerkt,
dass die Herzogin schon einen Schritt beiseite gemacht hatte und er somit
nun an der Reihe war die nächste Meldung anzunehmen, da duftete ihn
diese auch schon an. Mit einem strahlenden Lächeln war die Jungfer Blue vor ihn getreten.

" Sir Lennard ... mein Prinz, ich habe eine wichtige Mitteilung zu machen. "

" Ich bin entzückt ... Jungfer Blue " antwortete der Prinz und auch er begann zu lächeln.

" Ich habe Farbe besorgt und begonnen mit den Kindern die Ostereier zu bemalen ! "

" Aber ... " und auch sie wurde nun etwas kleinlaut,

 " .. ich konnte ja nicht die ganze Zeit dabeistehen ... ihr versteht ... und
sie beaufsichtigen und da haben die kleinen Schlingel , den ... Wallach, also
das Pferd von Sir Primus angemalt ! "

,sagte sie gespielt entrüstet und blickte verschmitzt grinsend zum königlichen
Kammerbeauftragten Sir Primus rüber.

Allgemeines Gejohle und Gegröhle im Saal.
Ausser Primus konnte sich noch kaum jemand halten vor Lachen.

" In LILA  ! " fügte sie noch mit erhobenem Zeigefinger hinzu und setzte damit
die Pointe des Abends.
Für die nächsten 10 Minuten war der Saal nicht zu beruhigen auch nicht durch wiederholte
Ordnungsrufe der Stadtkommandantin.  Alle prusteten und krümmten sich vor Lachen und fast
jedem fiel ein passender Spruch und Kommentar dazu ein.
So bekam auch kaum jemand mit , dass die Jungfer den Prinzen noch belehrte.

" Sir . Lila ist eine Farbe, die ist schwer zu mischen. Man braucht viel Grün und Gelb
und nur eine gewisse Menge ... eine Spur .. ja geradezu nur einen Hauch von Blau ! "

Der Prinz hörte mit weit aufgerissenen Augen zu, packte die Herzogin am Arm als müsse er
sich stützen und flüsterte :

" Hoheit, bitte übernehmen sie die weiteren Meldungen ich muss mich setzen. "

Dass dann tatsächlich noch eine Meldung kam die uns die nächste Zeit noch beschäftigen
wird bekam er nur noch am Rande mit.

Sir Blacky sprach vor und erklärte, dass er nun doch noch einmal
den Fall mit der gefundenen Schatztruhe ansprechen wolle der vor einigen Audienzen
auf der Tagesordnung stand.
Er habe nämlich beim Durchforsten von Ahnen und Sippenunterlagen, Papiere und Dokumente
gefunden die eindeutig belegen, dass eine solche Truhe mit einer ganz bestimmten Menge
an Gold das Eigentum seiner Familie sei und ganz einfach durch eine Kennzeichnung
die sich auf der Truhe befinden soll, eindeutig nachgewiesen werden könne.

Frohe Ostern zu wünschen wäre jetzt definitiv zu früh. ;)
Es bleibt spannend in Carima und mit einem Augenzwinkern wünsche ich allen
Lesern eine gute Woche.

Lennard Monday


Montag, 12. März 2018

Audienzbericht vom 11.03.2018


Tatort Schlossküche, kurz vor der Audienz. Prinz Lennard wollte noch
schnell in der Küche ein Glas Wasser trinken, da er so ein Kratzen
im Hals verspürte.

"Jungfer Blue ! ihr hier ? und ... was esst ihr denn da ?"

Die Waldhüterin blickte erschrocken hoch.

" Fischsuppe .... es ist nur eine Fischsuppe Sir ! "

Der Prinz lächelte, zwinkerte ihr zu und hielt den Zeigefinger vor den Mund.

" Pssst ... macht ruhig weiter ... und ... falls euch jemand fragt
ihr habt mich nicht gesehen gerade. "

Schnell eilte er dann zum Räucherschrank, von dem auch er einen Schlüssel
besitzt, holte schnell ein Schinkenstück heraus und säbelte flink einige
dünne Scheiben davon herunter.

Halb kauend und schluckend hastete er dann aus der Küche , winkte noch flüchtig zur
Jungfer und bekam einen heftigen Hustenanfall als er den Schlosshof betrat
und seine Gemahlin plötzlich vor ihm stand.

" Wir sind spät dran ... lass uns beeilen."

Sagte er, sogleich in die Offensive gehend um eventuelle Fragen von ihr zu umgehen.
Gab ihr einen flüchtigen, höflichen Begrüssungswangenkuss und eilte die
grosse Schlosstreppe hinauf um vor der Audienz noch die Herzogin und Primus
im Kaminzimmer zu treffen.


Nach einer diesmal recht kurzen Begrüssungsansprache bat die Herzogin sogleich
um die erste Wortmeldung. Der Prinz hatte sie gebeten diesmal die Jungfer zu übernehmen,
da er immer noch ein heftiges Kratzen im Hals verspürte und Schwierigkeiten beim
Sprechen befürchtete. In Wahrheit aber wollte er vermeiden, sich beim Gespräch
mit der Waldhüterin zu verplappern und den Zwischenfall in der Küche zu erwähnen, wohlwissend,
dass seine Gemahlin heute ein besonderes Augenmerk auf das richtete was er so von sich gab.

Die Jungfer kam mit einer ungewöhnlichen Bitte vors Podium.
Ob sie denn einen Teil, der in der Schlossküche anfallenden leeren Wein -, und Schnapsflaschen
haben könne und setze sogleich mit einer Erklärung nach da sie den ratlosen und verblüfften Blick
der Herzogin bemerkte.

" Käse ! ... ähmmm die Luba und ich .. haben beschlossen unseren Käse in Flaschen zu lagern."
" Weil ... "
,sie hob ihre Hand mit gestrecktem Zeigefinger, der vermutlich wieder eine Zahl darstellen sollte.

"... weil wir eine Mäuseplage haben Hoheit und der Käse in Flaschen am besten geschützt wäre."

Die Herzogin taxierte die Jungfer mit ungläubigen Blick, als müsse sie deren Geisteszustand
in Frage stellen, lies aber sogleich verlauten.

" Gut Jungfer es sei euch gewährt ... aber ihr kümmert euch auch in der nächsten Zeit
um die Überraschungseier fürs Kinderheim. Ihr wisst, dass mir das sehr am Herzen liegt. "

Freudig kehrte die Waldhüterin auf ihren Platz zurück und besprach sich gleich mit Luba
die inzwischen auch eingetroffen war.

Primus hatte sich während dessen bemüht die Kanonenkugel herbei zu schaffen und diese
mit Ächzen und übertriebendem Eifer vors Podium gelegt.

" Lady Matisha, tretet bitte nach vorne ! "

Die Herzogin übernahm die Ankündigung des nächsten Falles höchstselbst, da sie eine gewisse
Dringlichkeit in der Aufklärung um die Herkunft der ominösen Kugel, forcieren wollte.

Matisha, die Lehrerin schien zwar etwas überrascht wegen ihrem Aufruf, begab sich aber
sogleich nach vorne. Es begann eine grössere Aussprache in deren Verlauf auch Gorm
der Medicus und die Hafenmeisterin Luba mit hinzugerufen wurden.
Es wurden allerlei Vorschläge gemacht und diskutiert, wie man denn am Besten herausfinden könne
von wem das gute Stück denn hinterlassen wurde und ob da nicht sogar eine böse, hinterhältige
Absicht im Spiel sei.
Matisha jedenfalls versicherte, dass sie mit dabei wäre bei der genaueren Untersuchung der Kugel
und dazu auch gegebenfalls das grosse mikroskopische Okular einsetzen würde, das ihr
als Lehrerin zur Verfügung steht.

Der Programmpunkt ' Kanonenkugel ' nahm schon wieder den grössten Teil der Audienz in Anspruch und hielt an bis zu ihrem Ende.
Der Prinz war zeitweilig recht unkonzentriert, mischte sich nur ab und zu ein, nahm
sich aber immer gleich wieder zurück da er selbst bemerkte, dass seine Äusserungen irgendwie
deplaziert schienen.
Der Grund seines diffusen Zustandes war eine Beobachtung die er gemacht hatte,
welche ihn danach leicht aus der Fassung brachte.
Sharmila, seine Gemahlin und Primus, der königliche Kammerbeauftragte schienen ganz unverholen
ein Techtel Mechtel miteinander zu haben, da sie sich unbeobachtet fühlten und ständig
begehrliche Blicke austauschten und auch sogar miteinander tuschelten.

Wer von den beiden die Rolle des ' Techtel ' und wer die des ' Mechtel ' spielt, wird sich höchst
wahrscheinlich in der kommenden Zeit heraus stellen. ;))


herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday. 

Samstag, 10. März 2018

Plötzlich


Plötzlich und unvermittelt tauchten sie auf,
beim nächtlichen Scribbeln und Kritzeln. ;)

Eigentlich wollte ich ja ein bisschen üben für die nächste
Titelzeichnung für den kommenden Audienzbericht.

Aber da erschienen plötzlich in dem Liniengewirr, Comic -
und Characterköpfe, die ich dann ein wenig heraus arbeitete.

Vermutlich kann ich sie jedoch nicht für Carima verwenden,
da sie alle ziemlich neuzeitlich aussehen. ;)


herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday



Montag, 5. März 2018

Audienzbericht vom 04.03.2018


Die Herzogin war persönlich anwesend und leitete die Audienz.

In einer kleinen Ansprache gedachte sie der Gründerin von Carima,
Königin Linde Kronfeld und wies darauf hin , dass dieser zu Ehren
ein Jubeljahr, mit unterschiedlichen Veranstaltungen und
allerlei Volksvergnügungen, begangen werden solle.
Welche Aktivitäten man zu erwarten habe, werde zwar kurzfristig
aber immer noch rechtzeitig bekannt gegeben.

Grosser Applaus und Hochrufe erschallten im königlichen Schloss.

Dann machte sie einen Schritt beiseite und bemerkte mit einem
süffisanten, allerliebst ironischen Lächeln auf dem Gesicht :

' Nun Prinz Lennard, ich glaube jetzt seid ihr gefragt. '

Die Jungfer kam, wie immer als erste Wortmeldung, mit einem sehr
delikaten Problem bezüglich der Fastenzeit vors Podest.

Wieder einmal staunten die Herzogin und der Prinz
ob der intelektuellen Fähigkeiten der Jungfer.
Die fragte nämlich mit grosser Ernsthaftigkeit,
ob man alles was im Wasser schwimme während der Fastenzeit
erlegen und essen dürfe.

Eigentlich war dies ein Problem von dem man annahm,
dass nur Mönche die sehr hungrig waren sich darüber
Gedanken machten und es diskutierten.

Dass die Jungfer allerdings auf den Gedanken kam,
ein Wildschwein das einen Fluss durchquerte zumindest
kurzfristig und zeitweilig zum Fisch zu erklären, um es dann
mit Pfeil und Bogen zu erlegen, das jedenfalls zeugte
von grossem und listigen Einfallsreichtum.

Selbst Primus kam ins Staunen und anschliessend ins Grübeln.
Der Gedanke ist nicht schlecht .... dann könnte man ja alles auf
was man  während der Fastenzeit verzichten muss ... ins Wasser treiben
und .....

Die Herzogin aber behielt einen kühlen Kopf, mischte sich sogleich ein
und gab die strikte Anweisung, dass keine Wildtiere, keine Haustiere
und auch keine Biber während der Fastenzeit in der Küche verarbeitet
werden dürfen.

Welch eine kluge und umsichtige Frau die Herzogin ist zeigte sich
auch bei der nächsten Aktion die vor dem Podest statt fand.

Leonie das Bauernmädchen und Tochter von Elmanu wurde empfangen
und es sollte ihr die Gunst erwiesen werden, aus Anlass des eingangs
erwähnten Jubeljahres für Königin Linde, in ihrer gesamten
Körperlichkeit mit Schokolade aufgewogen zu werden.

Die kleine Leonie, die wohl schon im Vorfeld erfahren hatte, was
ihr bei der Audienz blühen sollte, zeigte, dass auch sie mit einer
gehörigen Portion Bauernschläue gesegnet war.
Die ominöse Kanonenkugel, die von Primus schon lange gesucht und
angefordert wurde, kam der Kleinen gerade recht und sie versteckte
das Ding geschickt unter ihren weiten Röcken um ordentlich
Gewicht auf die Waage zu bringen.

Aber genau damit hatte die Herzogin gerechnet.
Als nun zum Erstaunen aller Anwesenden immer mehr Süssigkeiten
auf das Gegengewicht der Waage gepackt wurde und diese noch nicht
einmal ansatzweise zum Ausgleich kam, näherte sich die Herzogin
und flüsterte behutsam mit dem Mädchen.
Ohne viel Aufhebens zu machen nahm sie dann die Kanonenkugel in Empfang
und reichte sie triumphiernd und augenzwinkernd an Primus
weiter.

Sowohl Primus als auch Prinz Lennard waren baff vor Staunen.

Welch eine kluge und weitsichtige Staatslenkerin Carima doch hat!


herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday