Sonntag, 29. April 2018

Audienzbericht vom 29.04.2018


Am Samstag nachmittag spazierte der Prinz durch die Stadt. Er wollte sich vergewissern ob es denn stimmt was die Leute erzählen, dass nämlich die Ratten schon am hellichten Tag durch Carima laufen.

Der Käsestand am Marktplatz war noch geöffnet und als er bemerkte, dass die Jungfer Blue offensichtlich eine neu junge Verkäuferin dort hin beordert hatte trat er näher und begann ein zwangloses, freundliches Gespräch mit ihr.

Was ihn aber wirklich interressierte war das Experiment der Jungfer, den Käse in Flaschen zu füllen und ihn dann zu verkaufen. Er schaute sich deshalb das Angebot genau an, lies sich auch einge Kostproben von verschiedenen Käsesorten servieren, jedoch konnte er keinen Flaschenkäse entdecken.

Auf seine Nachfrage hin wurde die Verkäuferin etwas verlegen und musste gestehen, dass sie davon nichts wisse.

Zur Audienz 

Die Herzogin hatte Prinz Lennard bereits  unter der Woche mit geteilt, dass sie wohl erst zur Mitte der Audienz eintreffen werde, weil sie erst zur neunten Stunde von einer Reise zurück käme.
Da auch seine Gemahlin sich verspäten würde und seine Töchter nicht anwesend waren machte er sich bereit alleine auf dem Podest zu stehen. So ganz gegen seine Gewohnheit schaute er schonmal kurz vor Beginn neugierig durch die, einen schmalen Spalt geöffnete, Verbindungstür zwischen Kaminzimmer und Thronsaal, um zu sehen wer denn alles anwesend war.

Wenn er richtig gesehen hatte, waren nur Ladies, Bäuerinnen und andere Frauen im Saal. Keine Männer und schon garnicht Primus der übereifrige, betuliche Stadtkämmerer, den er ja als Konkurennten betrachtete, was die Gunst und Bewunderung der Ladies betraf, die er deutlich spürte wenn er oben auf seinem Podest stand und eine wichtige Funktion repräsentierte als Vertreter der Regentin.

Er schloss die Tür schnell wieder, rieb sich in unverholener Vorfreude die Hände, dehnte sich noch etwas und baute sich dann hinter der Tür auf um abzuwarten bis er offiziell mit lautem Ausruf von der Stadtkommandantin angekündigt, die Tür geöffnet wurde und er würdevoll, aber in seinem Alter natürlich jugendlich wirken wollend, in den Saal einzog.
 Aus den Augenwinkeln beobachtete er wie die Ladies sich verneigten und je nach Stand ihm ihre Hochachtung zeigten. Er genoss das einfach und war ganz froh, dass er nicht von seiner Familie beobachtet wurde.

Dass die Jungfer Blue ein ganz besonderes Auge auf ihn geworfen hatte, war ihm zwar in Anbetracht der Tatsache, dass diese eine durchaus attraktive, aber rustikale Schönheit war, garnicht so unangenehm. Jedoch bemühte er sich ständig bei solch offiziellen Anlässen auf Distanz zu ihr zu bleiben.

Auch heute wieder kam sie freudestrahlend und extrem duftend als Erste vors Podest.

Sie habe heute nur 2 Dinge zu melden meinte sie verschmitzt.
Das Erste sei, dass sie ihr Experiment mit dem Käse in Flaschen leider hätte einstellen müssen, da das Glas viel zu teuer sei.
Das amusierte natürlich den Prinzen, der ja schon seit einger Zeit wusste um die Crux und die technischen Schwierigkeiten dieser Angelegenheit.
Das Zweite was sie dann vortrug war, ihre Idee und ihr Vorschlag für die Rattenbekämpfung in Carima, welche allerdings so absurd und irrwitzig schien, dass dem Prinzen erst mal die Worte fehlten.
Sie, die Jungfer habe nämlich festgestellt, dass wenn sie sich mit einer gewissen Mischung und Mixtur all ihrer zur Verfügung stehenden Duftwässer einrieb, Ratten und auch anderes Ungeziefer sich in panischem Schrecken davon machten, wenn die Jungfer sich näherte. Einige der etwas vornehmeren Ladies im Saal hatten grösste Mühe die Contenance zu wahren und nicht in prustendes Gelächter auszubrechen bei diesem Vortrag.
Auch der Prinz blies kurz die Backen auf, fasste sich aber schnell wieder und unterbrach die Jungfer sofort, da diese eine Geschäftsidee witterte und sogleich anfing zu phantasieren, man müsse fässerweise die Duftwässer bestellen und ihre Geheimmixtur zum Einsatz bringen.

Prinz Lennard bedankte sich höflich zurückhaltend bei ihr und schickte sie schnell wieder auf ihren Platz.
Er bemühte sich nun ernsthaft zu sein, baute sich ganz vorne an der Podestkante auf und schaute in den Saal.
Es war ihm bewusst, dass die Ratten ein ernsthaftes Problem darstellten das dringend einer Lösung bedurfte.
Da Sir John offensichtlich nicht anwesend war aber Ela die Bäuerin und Lieferantin der wundersamen Rattenfallen, zeigte er kurz mit dem Finger auf sie und bat sie zu sich.
Es begann ein längeres Gespräch mit der Bäuerin, der auch klar war welch eine Handlungsnot herrschte für die anscheinend niemand kompetent schien mit hilfreichen, brauchbaren Vorschlägen. Die inzwischen eingetroffene Herzogin begrüsste kurz alle Anwesenden, lies sich aber dann ermattet in einen der Thronsessel plumpsen und deutete dem Prinzen an ruhig weiter zu machen mit seinen Sondierungsgesprächen.

Eine gewisse Lady Zoe, seit neuestem Bewohnerin von Carima, schien auch überzeugt dass es sich um eine beinahe existenzielle Notlage handele, drängte nach vorne und bot dringlich ihre Hilfe an.
Der Prinz erkannte sofort die Gunst des Augenblicks. Zwei Ladies vor ihm, die zu ihm aufschauten. Er nutzte ihn in dem er zu einem wortgewaltigen Appell anhob um alle in die Aktion ' Rattenbekämpfung ' mit einzubinden.
Er endete pathetisch und mit grosser Geste, in der er mit geöffneten Händen, die er dann zu Fäusten ballte, auf die beiden Ladies zeigte und beschwor :

" Ladies wir wissen, dass Carima zu wenig Männer hat..... Ladies ich setze und vertrau auf euch ! "


herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday



Sonntag, 22. April 2018

Audienzbericht vom 22.04.2018


Jetzt im Frühjahr ist es noch immer hell um die achte Stunde
des Abends. Das Schloss auf 'Carima Hills ' ist schon beleuchtet
und wartet bereits auf die ersten Besucher.

Es ist die sogenannte 'blaue Stunde '.

Aus der Küche kann man deutlich Geräusche vernehmen.
Kein geschäftiges Treiben der Küchenbrigade allerdings.
Es scheint sich wohl eher um eine einzelne Person zu handeln.
die sich noch stärken will, bevor es losgeht. ;)

Zum Erstenmal in diesem Frühjahr sah sich Prinz Lennard
inspiriert nicht mit der Kutsche ins Schloss zu eilen,
sondern noch einen Spaziergang durch die Stadt zu
unternehmen.

Er kehrte sogar noch kurz in der Stadtschänke ein um ein
frisches Met zu trinken. Erfreut stellte er fest, dass
der Wirt eine neue Schankmaid engagiert hatte die es verstand
eine freundliche Konversation mit ihm zu führen und seine
gute Laune noch zu verstärken.

Allerdings wurde dieses Intermezzo unterbrochen und etwas
gedämpft als eine sehr unterkühlt wirkende, ganz in weiss gekleidete
Lady die Schenke betrat und sich als ' Eisprinzessin ' vorstellte.
Es kam zu einem kurzen Gespräch bei dem Prinz Lennard versuchte
die ihm unbekannte Frau einzuschätzen.

Jedoch ahnte er schon, dass er sie wohl bald wiedersehen würde,
zahlte schnell seine Zeche und eilte hoch ins Schloss.


Zur Audienz 

Zur Überraschung des Prinzen konnte die Herzogin doch an der Audienz teilnehmen
da ihre Reise verschoben wurde. Auch seine Töchter und die Gemahlin
beglückten ihn mit ihrer Anwesenheit.

Diesmal hatte es die Jungfer Blue wieder geschafft als Erste ihre Wortmeldung
abzugeben und erschien strahlend und wie immer aussergewöhnlich duftreich
vorm Podest.

Was sie allerdings aus ihrem Rucksack zog und stolz als Beute präsentierte
veranlasste den Prinzen sofort einen Schritt rückwärts zu machen,
sein Nasentüchlein zu zücken um es vor Mund und Nase zu halten.
Eine der grössten, fettesten und ekelhaft stinkendsten Ratten die
jemals in Carima gesichtet wurden, war die Jagdbeute der Jungfer.

Auch alle anderen Umstehenden wichen entsetzt zurück und ein Raunen
ging durch den Saal. Der Prinz versuchte so gut er konnte die Meldung
der Jungfer schnell abzuhandeln um sie eiligst wieder auf ihren Platz zu schicken.

Doch auch die nächste Meldung hatte mit dem ' Rattenthema ' zu tun.
Sir John Blacky erklärte dass er zwar keine Bezahlung für seine Dienste
nehmen wolle, dass er aber eine ganze Reihe an Kosten hätte.

Die Rattenfallen die er aufgebaut hatte und die er angeblich von der Bäuerin
Ela bezogen hatte, die seien ein enormer Kostenträger den er leider nicht
alleine stemmen könne.
Der Prinz verwies ihn sofort an Primus und forderte Sir John Blacky
auf seinen Einsatz noch zu beschleunigen, da es ja ganz offensichtlich sei,
dass die Plagegeister jetzt doch langsam auch in der Stadt Einzug hielten.

Heilfroh war er allerdings das Sir John mit dem Rattenthema vors Podest
getreten war und nicht wegen der Besitzansprüche bezüglich der ominösen
Schatztruhe. So konnte er dieses Thema noch ein wenig verschieben und
Zeit gewinnen da es schien als betreffe es direkt und unmittelbar
die Staatskasse und somit den Verwalter Sir Primus.

Wie schon geahnt, kam nun die seltsame, mysteriöse  'Eisprinzessin'
zur Vorsprache ans Podest, versuchte alle zu beeindrucken und
auch sie bot ihre Hilfe an bei der Rattenbekämpfung.
Lies jedoch durchblicken, dass diese Hilfe in einer anderen Dimension
sich abspiele und dass sogar einer ihrer Verwandschaften, eventuell
verantwortlich sein könne, dass diese Plage so plötzlich über
Carima hergefallen war.

Genau das hatte der Prinz, der ja mit dem ' Zauber-, Hexen- und Geisterkram,
wie er es nennt, nicht viel am Hut hat, befürchtet.

Vorerst bedankte er sich zunächst bei der ' Eisprinzessin '
und versuchte dabei auch unterkühlt und zurückhaltend zu bleiben.
Wohlwissend, dass dieser Auftritt noch für einige Turbulenzen
im sonst so beschaulichen Carima sorgen würde.


herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday

Sonntag, 15. April 2018

Audienzbericht vom 15.04.2018


Rattenplage in Carima ? Das RP das die Lehrerin Matisha bei der letzten
Audienz angespielt hatte, drohte zum alles beherrschenden Thema
zu werden heute, aber es kam erst mal ganz anders. ;)

Zur Audienz 

Aus Freude über die Rückkehr der Herzogin hatte der Prinz tatsächlich
vergessen beim ' Briefing ', soll heissen beim Gespräch vor der Audienz
im Kaminzimmer, die Herzogin zu unterrichten über die allgemeine Lage
und eventuelle Neuigkeiten.

Er hätte sie unbedingt einweihen sollen über die Themen, die letztes
mal anfielen, weil er sich ja um eine Entscheidung drücken konnte
bei dem was so vorgetragen wurde. Ausser bei den Ratten, da hatte er ja
Sir Blacky zugesagt dass dieser sich um die Sache kümmern könne.
Auch hatte er gehofft sich am Anfang zurückhalten zu können und die Herzogin
würde die Anliegen der Vortragenden annehmen.

Jedoch sie bat ihn nach vorne und übertrug ihm die Pflicht.
Das konnte er natürlich nicht ablehnen.
Und prompt kam auch gleich ein ganz schwerer Brocken vors Podest.
Die schon für ihre unnachahmlich, rustikale Art des Auftretens und beinah
männlich wirkende irische Landadelige hatte es geschafft sich bei der Anmeldung noch
vor die Jungfer Blue zu schieben.

Wie schon beim letzten mal kam sie, überging den Prinzen, wandte sich
gleich an die Herzogin und hielt ihre Hand auf mit der viel zu hohen Forderung
wegen eines angeblich gestohlenen Teefässchens.
Da die Herzogin nicht wusste um was es überhaupt ging und der Prinz sich langsam
Sorgen machen musste um sein Ansehen und ihm ausserdem die Zornesader schwoll
wegen dieser ' Landadligen ' die sich an keinerlei Etikette halten wollte, dachte
er bei sich , nun gut ich werds ihr auf meine Art zeigen wie man sich hier benimmt.

Er setzte sein liebenswürdigstes Diplomatenlächeln auf trat einen weiteren Schritt
nach vorne und begann in oberlehrerhafter Manier mit der Lady zu reden.

" Lady Grace ... ihr wisst doch sicher wo ihr euch befindet hier ? "

Natürlich wusste er, dass dieses nicht direkt auf ihre Forderung eingehende Verhalten,
äusserst provokant auf die rebbelische Irin wirken musste  und prompt kam auch schon
die Reaktion die er erwartet hatte.
Es fiel das Wort ' Bruchbude ' und sie spuckte auch noch den Boden voll.
Das brachte die Stadtkommandantin Lady Anna ins Spiel, die sofort nach
vorne ging sich vor der Irin aufbaute und diese darauf hinwies, dass solch
ein Verhalten hier nicht angebracht sei.

Prinz Lennard wusste genau was er nun zu tun hatte, er fuhr einfach fort
in seiner oberlehrerhaften Manier mit seinem Vortrag über Benimmregeln
und Etikette, beachtete keinen der Vorwürfe, Flüche und Beleidigungen, die
er ihr entlockt hatte und holte dann zu seinem finalen Argument aus.

" Lady Grace .... warum sollten wir jemand anhören, der sich an keinerlei Regeln
hält, uns mit Beleidigungen überhäuft und auch noch herumspuckt wie in einem Pferdestall ? "

Nach einer Pause, sagte er dann,

" Vielen Dank Lady ihr dürft wieder zurück treten. ",

wandte sich sofort an die Kommandantin mit der Frage,

" Wer ist der Nächste ? ... der oder die möchte bitte vortreten."

Prinz Lennard nahm sich vor die Landadlige nicht weiter zu beachten und falls sie
wieder wie beim letzten mal einfach trotzig stehen blieb, den Fall dann der
Stadtkommandantin zu überlassen.
Es schien jedoch Besinnung einzukehren bei der Lady, empört und fluchend rauschte
sie aus dem Saal.

Lennard ballte kurz die Faust und sagte sich , yeaaaah 1:0 für Carima ;)
Allerdings war das OOC wurde auch nicht im Openchat geschrieben ;)
Der Autor würde das hier auch nicht erwähnen, wenn sich nicht im Carimachat
ein kleines OOC Drama abgespielt hätte.
Der oder die Operatorin des Avatars ' Grace Mcleod ' beklagte sich dort, dass
sein Spiel geblockt würde und machte dann so melodramatische Äusserungen wie
'Ich wünsch euch weiterhin alles Gute hier, ich werde Metro für immer verlassen.'

Ich muss gestehen dass ich solche Szenen schon sehr oft erlebt habe und
sage dazu abschliessend : " Das ist einfach nur infantile Kacke wenn man
so spielt und dann beleidigt abhaut ! "

Der Leser verzeihe mir diese Worte aber ich war dann doch echt genervt
weil ich vor einigen Jahren schonmal in einer Situation steckte, wo man
solchen Leuten nach dem Mund spielen musste, weil sie zahlende Mitglieder
einer Gruppe waren, die sich entschlossen hatte eine MA Sim zu retten und
man auf jeden Euro angewiesen war.

Hier in Metro sind wir von solchen Belastungen völlig frei und können
unbeschwert RP spielen ! Hier kann man zeigen was man spielen kann und nicht
für was man alles bezahlen kann . ;)

So das musste ich einfach mal rauslassen und damit der Text heute nicht allzu
lange wird mache ich die restlichen Vorträge in Kurzform.

Die Jungfer erschien mit 2 Bärenfellen und präsentierte die ganz stolz.
Eingehüllt war sie in eine Duftwolke mit dem Entspannung versprechenden Namen
' Carima L’Heure Bleu '
Was damit letztendlich geschieht und wie es damit weitergeht, dürfte
ganz besonders für Primus eine spannende Sache werden . ;)

Dann kam  Matisha die Lehrerin zum Vortrag mit dem befürchteten
Rattenthema. ;)
Es stellte sich heraus, dass es zur Zeit noch keine Bedrohung für die Kinder
gäbe aber der Befrass an den Büchern ungezügelt weiter gehe.
Und es stellte sich heraus, dass Sir John Blacky jetzt doch eine Bezahlung
verlange für seinen Einsatz bei der Rattenvernichtung.

Das alles bietet sicher noch genügend Stoff für weitere amusante RP s
auf Carima in Metropolis. ;)

herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday



Dienstag, 10. April 2018

Danke


Es war tatsächlich eine Kerze mehr auf der Torte als letztes Jahr ;)

Für die vielen Geburtstagsglückwünsche die ich erhalten habe bedanke ich
mich ganz herzlich.

Ganz besonders auch nochmal bei meiner virtuellen Familie und
der ' Medival Roleplay Spielergemeinschaft ' von Carima im Metropolis Grid.

herzliche Grüsse

Lennard Monday 

Sonntag, 8. April 2018

Audienzbericht vom 08.04.2018


Nochmals ein kurzer Rückblick auf die Osteraudienz vom 1ten April.
Das Bild zeigt den Moment als die Hafenmeisterin Luba das Ei präsentiert.
Leider war es kein wertvolles Faberge Ei , wie man beim ersten Hinschauen
hätte vermuten können, sondern nur ein Aprilscherz, das seinen rohen Inhalt
auf den Boden ergoss als es dort aufschlug und zerplatzte. ;)


Zur Audienz 

Die Jungfer kam zuerst dran diesmal . ;)

Ein Dutzend Hasen hätte sie in die Schlossküche geliefert,
meldete sie und hielt ganz stolz 9 Finger hoch dabei.

Der Prinz nahm das amusiert und nachsichtig zur Kenntnis, wollte sich
schon bei ihr bedanken und sie zurücktreten lassen, als sie noch hinzufügte,
dass sie doch noch etwas zu sagen hätte.

" Sir ... wegen dem Käse in Flaschen .. ich weiss jetzt wie ich den
da hinein bringe ! "

Lennard wollte ihr gerade erklären, dass sie das besser für sich behalte,
als Betriebsgeheimnis sozusagen, aber es sprudelte schon aus ihr heraus.

" Wir erhitzen den Käse in grossen Kupferkesseln bis er flüssig wird
und giessen ihn dann in die Flaschen ! "

" Bravo Jungfer , sehr klug von euch solch ein Verfahren anzuwenden."
,antwortete er ihr.

Er hatte eigentlich vermutet, dass sie ihm jetzt erzählt
wie sie den Käse in langer, zeitraubender Arbeit in kleine Würfel schneidet
und dann Stück für Stück in die Flaschen gibt.
Wie der Käse dann aber wieder aus den Flaschen gelangen sollte, wenn er
erstarrt war, das fragte er aus zeittaktischen Gründen besser nicht nach, da er
schon vernommen hatte, dass noch einige Meldungen vorlagen.

Die überaus rustikale irische Landadlige Grace Mcleod stand auch schon in den Startlöchern
und preschte als nächste nach vorne um ihre Meldung los zu werden.
Ihr Thema war das verschwundene Fässchen mit dem Tee als Inhalt und gleich hielt
sie wieder ihre Hand auf und forderte 30 Taler.
Der Prinz versuchte erst mal Zeit zu gewinnen und fragte nach ihrem Befinden
und ob sie sich denn schon gut eingelebt hätte auf Carima und vor allem ob sie sich denn
langsam schon mit den Umgangsformen am königlichen Hof vertraut gemacht hätte.

Fragte dann aber ganz spontan : " 30 Taler ? für ein Fässchen Tee ? Was zur Hölle soll
dieser hohe Preis und wieso ist dieser Tee in einem Fässchen und nicht wie sonst üblich
in einem Jutesack ? "

Es begann eine lange Reihe von Erklärungen aus der Lady heraus zufliessen.
Zum Entsetzen des Prinzen trat auch noch die Hafenmeisterin Luba hinzu und
unterstützte die Argumentationskette noch mit dem, wie sie vermeintlich annahm,
für den Prinzen wichtigen Hinweis, dass dieser Tee einen Wirkstoff enthielte
der die Manneskraft zu beinah Übermenschlichem befähige.

Prinz Lennard war wie erstarrt und überlegte krampfhaft wie er die beiden Ladies
schnell wegbekomme vorm Podest um sich dann etwas entspannter dem nächsten Fall
zuwenden zu können.

Aber das schien nicht so einfach. Selbst sein energisch ausgesprochener Satz,
dass er abwarten müsse bis der königliche Kammerbeauftragte Sir Primus
wieder zurück ist bevor hier eine Entscheidung gefällt werden könne, schien nur auf
Luba eine Wirkung zu haben. Die ging nämlich wieder zurück, die Landadlige
jedoch blieb trotzig stehen.

Matisha die Lehrerin war die Nächste die zum Vorsprechen vors Podest kam,
schubste die Irin zur Seite und begann sofort loszulegen, wurde aber mit
einen Tritt vors Schienbein durch Grace unterbrochen und es kam zu einem
Zickenkrieg mit Kratzen und Spucken direkt unter den staunenden Augen des Prinzen.

Erst sein Ausruf : " Lady Grace ! wenn ihr euch nicht benehmt werdet ihr des Saales verwiesen ! ",
ermöglichte es der Lehrerin fort zu fahren.

Prinz Lennard war geistig immer noch beschäftigt mit dem wundersamen Wirkstoff
den Luba dem Tee zugesprochen hatte und folgte den Ausführungen von Matisha nur mit
halbem Ohr, gab ab und an ein verstehendes Nicken und grummelte :

" So so, um Bücher geht es ..  "

Matisha wurde sofort klar, dass er ihr garnicht richtig zugehört hatte und rief empört :

" Ratten ! es geht um Ratten Sir !"

Aufgeschreckt und nun hellwach sah sich der Prinz unter Handlungsdruck gesetzt.
Ratten, Lehrerin, Kinder, Seuchengefahr ...., das alles schoss ihm nun durch den Kopf.
Sein Blick suchte den Medicus und er sprach ihn sofort direkt an :

"Sir Gorm, habt ihr das vernommen, Carima steht offenbar eine Rattenplage ins Haus.
Was schlagt ihr vor ? Gift auslegen ? "

Der Medicus jedoch verneinte und gab den Hinweis dass dies in Anbetracht der vielen
unbedarften Kinder die alles in den Mund steckten , viel zu riskant sei.

Diesen kurzen Moment der Ratlosigkeit nutzte Sir Blacky , eilte schnell nach vorne
und verkündete im Tonfall eines Retters der Welt :

" Sir überlasst es mir! Ich werde dafür sorgen dass Carima rattenfrei wird und
.... es wird euch NICHTS kosten ! "

In Anbetracht der Tatsache, dass er sich genötigt sah hier und jetzt eine Entscheidung
zu fällen, der angekündigte Nichtkostenfaktor sehr verlockend schien, die Audienz
auch schon zeitlich sehr weit fortgeschritten war, stimmte er Blackys Vorschlag zu
und beendete danach die Audienz.

Der Autor erlaubt sich zum Schluss noch eine OOC Bemerkung.

Die Charactere der darzustellenden Personen, werden von den Spielern immer deutlicher
präziser und überzeugender herausgearbeitet, so dass es richtig Laune macht
eine Audienz zu leiten. ;)

herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday



Sonntag, 1. April 2018

Die Osteraudienz vom 01.04. 2018


Lara, eine der beiden Lemondtöchter, wurde beobachtet wie sie
auf einer Waldlichtung mit einem Schwert seltsame Tänze
aufführte und dann hätte sie auch noch einen Apfel hoch
geworfen und ihn im Flug mit nur einem Hieb mitten durchtrennt.

Die Beobachterin, die dem Prinzen den Vorgang schilderte,
meinte sie hätte noch nie im Leben so etwas gesehen.

Prinz Lennard nahm sich vor seine Tochter zur Rede zu stellen
aber nicht öffentlich während der Audienz, sondern zuhause
unter vier Augen.


Zur Audienz.

Sir John Blacky wollte sich vordrängen und sofort die Aufmerksamkeit
aller Anwesenden auf sich lenken. Aber die Stadtkommandantin Lady
Anna pochte auf Ordnung und das strikte Einhalten der Reihenfolge,
sowie die Anmeldungen bei ihr eingingen, wies sofort den Sir Blacky
in die Schranken und rief die Jungfer Blue auf nach vorne zu kommen.

Vor freudiger Erregung strahlend und nach einer Creation duftend
die angeblich ' Carima Virgins Mystery ' hiess, trat sie vor den Prinzen.

" Sir .... Hoheit ... heute ist es soweit .. heute dürft ihr ! "

Sie ging ganz nah ans Podest und überreichte Prinz Lennard das Körbchen
mit bemalten Ostereiern welches er letztes mal noch entsetzt zurück gewiesen
hatte mit der Bemerkung, dass es Unglück bringe vor dem Ostersonntag
die Eier zu essen.

Der Prinz bedankte sich höflich und in der Annahme dass die Jungfer nichts weiter
vorzubringen hätte, schnappte er sich schnell eins der gekochten Eier,
haute es sich an die Stirn um die Schale zu knacken, pellte es hastig ganz frei
und schob es genüsslich in den Mund.

Da die Herzogin auf Reisen war und sowohl Primus als auch die Gemahlin nicht
an der Audienz teilnahmen, dachte der Prinz er könnte es sich leisten etwas
lässiger zu sein in seinem Verhalten und Gebahren.
Dass dies aber genauestens beobachtet wurde und sofort einen Nachahmer fand,
zeigte sich beim nächsten Auftritt der anstand.

Sir Blacky der schon ungeduldig gewartet hatte, stürmte nach vorne und
polterte ohne vorherige Ehrenbezeigung und Gruss sogleich los mit seinem
Antrag wegen seiner Schatzkiste.
Dem Prinzen gelang es nur mit viel Mühe den erregten Blacky wenigstens verbal
in Schach zu halten und seinen ungezügelten Redeschwall gelegentlich zu
unterbrechen.

" Sir Primus war bei mir im Kontor, trank einen Becher Wein und bezahlte mit
3 Golddukaten ! ich wiederhole ... 3 Golddukaten ! ..für einen Becher der ansonsten
nur 25 Kreutzer kostet! der Rest sei Trinkgeld hatte er dann grosszügig verkündet,
wie kann so etwas sein Prinz Lennard ? "

Das war natürlich der Gipfel in seinem Vortrag und enthielt gleichzeitig
den unausgesprochenen Verdacht, dass Primus sich bereits an dem Inhalt der Truhe
zu schaffen gemacht hatte und noch bevor eine offzielle Bestandsaufnahme statt gefunden
hätte er sich einen guten Teil zu eigen gemacht.

" Sir Blacky , ihr verwechselt da sicher etwas " ,erwiderte Lennard wehrte diese Attacke
gegen einen Vertreter des Königshauses erst mal ab.

" Ich denke ihr seid da einem Doppelgänger oder Betrüger aufgesessen, der sich als Primus
ausgab. Ausserdem kann der Fall erst weiter besprochen werden wenn auch Sir Primus
und die Herzogin wieder anwesend sind. Ich danke für eueren Vortrag ... ihr dürft
wieder zurück treten. "

Widerwillig grummelnd aber fügsam und nicht empört den Saal verlassend trat Sir Blacky
zurück. So konnte er auch den nun folgenden Auftritt der Hafenmeisterin Luba erleben.

Diese trat vor den Prinzen und wie eine Magierin hielt sie ihm ein kostbar,
in Gold, Silber und Bronzefarben, bemaltes Osterei vor die Nase das dieser
wie gebannt betrachtete und unwillkürlich danach griff.
Jedoch als hätte sie es geplant, öffnete die listige Luba den Daumen und Zeigefinger
und das Ei fiel zu Boden, krachte auf und zeigte, dass es keineswegs gekocht sondern
roh war !

Prinz Lennard war natürlich konsterniert und schaute die , gespielt bedröppelt, drein
schaudende Luba ratlos an.

" Oh wie ungeschickt von mir ... " , hauchte Luba verlegen.
" Das tut mir jetzt aber sehr leid ... und ... ich hab auch nur dies eine Ei. "

Der Autor erspart es sich das Feixen und die Kommentare der Anwesenden
genauer zu beschreiben.

Mit der Frage an den Medicus ob es Geburten, Todesfälle oder Seuchenausbrüche
zu melden gäbe und dessen Antwort, dass sich alles im Rahmen des Üblichen hielte,
beendete der Prinz die verhältnismässig geruhsame Audienz und begab sich
ins Kaminzimmer wo er sich noch einen Ostereierlikör genehmigte und den Rest
aus dem Körbchen der Jungfer verspeiste.

herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday


P.S. : Das mit dem fallenden Ei war übrigens der einzige Aprilscherz den ich
an diesem Tag erlebte . ;)) ansonsten war es ein sehr harmonischer Tag ;)