Sonntag, 29. Juli 2018

Audienzbericht 29.07.2018


Ein Kamel ? ein Dromedar ? oder gar ein Elefant ? wie manch einer der staunenden, herbei geeilten, neugierigen Bewohner spekulierte. Das Tier lockte eine Menge Gaffer an und auch der Prinz mischte sich unter die Beobachter bei seiner Hafeninspektion von letzter Woche.  Das Objekt stand vor dem asiatischen Schiff von dem vermutet wird, dass es dem Vater von Prinzessin Petra gehört.
Es blickte wiederkäuend um sich und zeigte dabei den typischen Gesichtsausdruck für die Verachtung des Universums, wie man das nur noch in unserer heutigen Zeit, von Models bei der ' Fashion Week ' kennt, wenn sie hüftschwingend über den Laufsteg schlendern.

Lennard gesellte sich zu der Gruppe die aus Anna der Kommandantin, Luba der Hafenwärterin und Blue der Waldhüterin bestand. Es wurde eifrig diskutiert und spekuliert. Haben die nur dies eine Tier dabei oder versteckt sich im Bauch des Schiffes eine ganze Herde davon ? Will man das eintauschen ? oder für Ausritte auf Carima verwenden ?
Ist eventuell sogar eine kriegerischen Attacke von bewaffneten Kamelreitern zu erwarten ?
Prinz Lennard der noch unter der Wirkung des Elixiers stand, leicht angeheitert und gut gelaunt wollte gerade die Bemerkung herauslassen :  " Was sollen wir mit Kamellen in Carima ich dachte wir haben hier schon genügend."
Besann sich aber schnell eines Besseren, räusperte sich kurz und warf einige sachliche Aspekte in die Diskussion.
" Eines müssen wir doch ganz klar konstatieren. Wo diese Leute herkommen gibt es viel Sand und grosse Hitze, denen brauchen wir erst garnicht mit unseren ' brennenden Steinen ' als Tauschware zu kommen."
Er warf dabei einen höhnisch, spöttischen Seitenblick auf Luba. Dann fuhr er fort mit einigen analytischen Argumenten und redete sich unter der deutlich spürbaren Einwirkung des Elixiers fast in Ekstase.
" Carima ist reich an Bodenschätzen ... Erzen ... Edelsteinen und ja ... ich vermute sogar an Gold ! "
Als dieses Wort fiel wurde es schlagartig mucksmäuschenstill unter den Zuschauern. Lennard war sich nun der Aufmerksamkeit aller bewusst, hob den Arm in staatsmännischer Geste.
" Schaut auf dieses Land, ihr Bewohner ! .... wir haben baum -, und wildreiche Wälder, fischreiche Seen, Gebirge mit reissenden Bächen und .... "
Er machte eine kurze rethorische Pause.
" .... darin liegt wohl der grösste Edelmetallschatz verborgen den es zu heben gilt ! "

Das Raunen und Staunen unter den Umstehenden wurde immer greifbarer.

" Carima braucht Pfannen ! Pfannen mit denen man diese Schätze auswaschen kann ! "
Aber !.... wo bekommen wir die her ? .... Einkaufen ? ",er schüttelte den Kopf und schaute in die antworterwartenden Gesichter der Menge.
" Carima braucht .... Schmiede ! DAS ist des Rätsels Lösung !"

Jetzt war er wirklich in Fahrt und kaum zu bremsen.

" Ich rufe deshalb alle unverheiraten, jungfräulichen Bewohnerinnen unseres Landes auf.... ihre Lockmittel ...
Er machte einen beinah überdeutlichen Fingerzeig auf das Dekolte von Jungfer Blue.
" ...zum Wohle unserer geliebten Heimat einzusetzen ! "

Die Waldhüterin Jungfer Blue schaute zum Himmel hoch, rollte mit den Augen, murmelte irgendetwas Unverständliches, verabschiedete sich dann hektisch und machte sich von dannen.



Zur Audienz 

Ich kanns schonmal vorweg nehmen. Es war eine sehr explosive Audienz ;)


Bereits beim Eintreffen auf dem Schloss wurde Prinz Lennard überrascht von einer Herde Dromedare die im Schlosshof stand. Die edlen Tieren schauten sich gelangweilt um  und präsentierten den vorbei ziehenden Besuchern ihr Hinterteil. Jedoch war auch zur Freude von Lennard die Prinzessin Petra anwesend, die ihn begrüsste und ihm schon vorab mitteilte, dass diese Tiere ein Gastgeschenk ihres Vaters seien. Sie das aber bei der Audienz ganz offiziell übergeben und somit den Bewohnern von Carima verkünden möchte.

So geschah es dann auch. Die Prinzessin war sogar die erste diesmal beim Vorsprechen und verwies damit die Jungfer auf Platz 2. Erstaunt und erfreut war die Prinzessin, dass ihr Gruss den sie in ihrer Landessprache entrichtete ' Salem Aleikum ' von dem Prinzen, dank seiner diplomatischen Ausbildung mit ' Aleikum Selam ' erwidert wurde.
Dass dieser sich dann auch noch zu einem Kompliment hinreissen lies , welches ganz sicher von der blumigen Sprache der Poeten des Orients inspiriert schien, war wohl auch der Tatsache geschuldet, dass weder seine Gemahlin noch die Herzogin anwesend waren und ihn hätten bremsen können.  Den genauen Wortlaut möchte ich aus Gründen einer sachlichen, objektiven Berichterstattung den Lesern ersparen, nur soviel, der Jungfer Blue klappte die Kinnlade herunter und sie lauschte mit offenem Mund . ;)

Ganz schnell wurde es dann aber wieder hochoffiziell. Die Prinzessin übergab ihm eine Schriftrolle mit Grussworten ihres Herrn Vater und der Prinz bedankte sich mit der Ankündigung, dass er dieses Schriftstück der Herzogin übergeben werde, aber jetzt schon versichern könne, das Königshaus freue sich auf eine fruchtbare Handelsbeziehung zum Wohle aller.

Den Auftritt der Jungfer möchte ich ausnahmsweise und auszugsweise im Original Szenentext wiedergeben. ( Die in doppelter Klammer geschriebenen Bemerkungen sind OOC und sollen nur die lockere Atmosphäre hervorheben. )

[11:57] Bluemoon Sweetrain: ich hab eigentlich nur zu berichten dass....
[11:57] Elyion Arai  *schnuppert an sich herum und kontrolliert seine Stiefel, ob der merkwürdige Geruch von daher kommt.*
[11:57] canidio arai *rümpft leicht die Nase und tritt einen Schritt zurück *
[11:58] Bluemoon Sweetrain: ...dass der Mond wieder da ist, weil ich tüchtig in der Kirche gebetet habe *strahlt*
[11:58] Lennard von-Lemond: ahaaa ...... das beruhigt uns wohl alle ...
[11:58] Lennard von-Lemond: Jungfer ihr seid eine Heldin.
[11:58] Elyion Arai: Die Gebete wurden wohl erhört... welch ein Glück. *erleichtert sich auf die Brust patscht*
[11:59] Bluemoon Sweetrain: ja und die Wölfe haben auch alle laut geheult.
[11:59] Lennard von-Lemond: *winkt sie näher  und beugt sich vor *
[12:00] Lennard von-Lemond: *flüstert * Jungfer ... wisst ihr was ein Kapaun ist ?
[12:00] Bluemoon Sweetrain: ..ja ein kastrierter Fasan ((glaub ich jedenfalls hihi))
[12:01] Lennard von-Lemond: (( lool ))
[12:01] Lennard von-Lemond: nicht ganz .... *erklärt schnell * es ist ein ....
[12:02] Lennard von-Lemond: kastrierter Gockel ! und den kann man mästen der wird schneller fett dadurch ...
[12:02] Bluemoon Sweetrain: ach!
[12:02] Lennard von-Lemond: versteht ihr ?
[12:02] Bluemoon Sweetrain: funktioniert das nur bei Gockeln?
[12:02] Lennard von-Lemond: hustet *
[12:02] Bluemoon Sweetrain: grinst*
[12:03] Lennard von-Lemond: ja nun .... ich wollt euch damit sagen ... ihr sollt schonmal anfangen solche Tiere zu mästen ... damit wir .... *schaut zum Magier * hier auch mal ... vernünftiges Fleisch zu essen bekommen ...

Der Blick zum Magier war schon ein vorausahnender Hinweis auf das was zu erwarten war bei dessen Vorsprache dann.


So kam es dann auch. Der Magier präsentierte eine von ihm entwickelte, selbst gebaute Maschine welche an Komplexität kaum zu übertreffen schien und natürlich alle Anwesenden in höchstes Erstaunen versetzte. Stolz begann er mit seinen Erklärungen der Funtionsweise, wies darauf hin , dass jetzt auch gleich eine Musik ertönen werde und fing an die diversen Glasbehälter die integriert waren und mit Flüssigkeiten gefüllt, mit einer Kerze zu erhitzen. Tatsächlich konnte man daraufhin auch ein bezauberndes Glockenspiel vernehmen. Wie besessen und von Geisterhand geleitet erschienen daraufhin aus den unvermutetsten Schlupflöchern, die hoffentlich allerletzten Schlossratten und stürmten in die Eingangsstutzen der Wundermaschine.

Was dann allerdings geschah war vermutlich so nicht geplant. Durch eine offensichtliche Fehlüberhitzung eplodierte das ganze Gerät mit ohrenbetäubendem Knall.

( Anmerkung des Autors. Die Explosion konnte ich leider nicht im Bild festhalten, da sie sehr überraschend war für mich und ich nicht vorbereitet darauf. Aber hier mal ein  ganz grosses Kompliment an Elyion. Der Auftritt war perfect inszeniert und arrangiert, inklusive der Maschine !!! )

Nach dem Durcheinander das anschliessend herrschte, der Beruhigung dann als festgestellt wurde, dass niemand zu schaden gekommen, konstatierte der Prinz überraschend gefasst.
Ein Glück dass die Hoheit nicht anwesend war, sonst könnte leicht der Verdacht aufkeimen, es handelte sich bei der ganzen Sache um einen Attentatsversuch.
Da keine weiteren Wortmeldungen mehr vorlagen, wies er die Saaldiener an die Trümmer zu entfernen, lud alle Anwesenden zu einem Umtrunk in die Taverne und beendete die Audienz.


herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday

Donnerstag, 26. Juli 2018

Hafeninspektion


Nur 2 Schiffe seien neu eingelaufen im Hafen von Carima. Das war die Auskunft der Hafenmeisterin bei der letzten Audienz auf Nachfrage von Prinz Lennard.
Da dieser aber Zweifel hegte ob der Wahrhaftigkeit dieser Aussage, machte er sich zu einem Inspektionsgang in den Hafen auf.

Die Zahl 2 stimmte wohl, jedoch nur auf den Schiffstyp bezogen. Diese asiatische Form mit den ungewöhnlichen Segeln. Eines lag vorne im Hafen, nahe dem Kontor und gehört vermutlich dem Vater der Prinzessin Petra, welche er neulich angesprochen hatte bei ihrem Ausritt auf dem Marktplatz. Das andere weiter draussen direkt unterhalb des Leuchtturms.

Lennard stand unweit des Hauses von Frau Rottenmaier und beobachtete das Schiff als plötzlich zwei jugendliche Gestalten auf dem Deck erschienen, die nun ihrerseits ihn ins Visier nahmen.

" Verdammt ! " , grummelt er : " sind das jetzt Besatzungsmitglieder dieser sagenumwobenen Seefahrerin Elizabeth Swan ? ... oder... hab ich zuviel von dem Elixier getrunken ? .... auf jeden Fall gehen hier Dinge vor im Hafen von denen weder Primus noch ich etwas wissen. Ich muss diese Luba unbedingt ins Kreuzverhör nehmen bei der nächsten Audienz."

Er fasst in seinen Umhang fischt nach der Phiole mit dem Glasschraubverschluss nimmt einen kräftigen Schluck des Elixiers und brabbelt weiter vor sich hin.

" Obwohl bei Primus ... da bin ich mir garnicht so sicher .... ich könnt schwören der hat meiner Gemahlin diesen italienischen Advokaten empfohlen......"

Er schüttelt sich kurz und steckt das Fläschchen wieder zurück.

" Aber von wegen Venetien .... "

Er tippt sich an die Stirn.

" Nur Bologna hat eine Universität mit excellenten Rechtsgelehrten in unserem gesegneten Jahre 1518 .... und meine Gemahlin ist es gewohnt von allem nur das Beste zu wählen."

Lennard macht sich auf den Heimweg immer weiter brabbelnd dabei:

" Tz tz Venetien .... was gibts da schon ?... Troubadure vielleicht .... und kastrierte Kapaune ..... naja ... gefüllt mit weissen Alba-Trüffeln ... würd ich die auch nicht verachten."

Er spürt die Wirkung des Elixiers, beginnt zu kichern und hat wieder gute Laune.

" Ich bekomm Hunger... werd mal bei der Jungfer vorbeischauen und fragen ob sie mir ' Kapauni a la Caprioni ' braten kann. " ;)  

herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday

Sonntag, 22. Juli 2018

Audienzbericht 22.07.2018


Noch sitzt Lennard allein am Tisch vor dem Kontor. Nur der Lautenspieler schleicht bereits umher und übt seine Arien die er später zur Unterhaltung der Gäste von sich gibt.
Der Prinz war zu seinem verabredeten Treffen mit Sir Blacky etwas früher erschienen, auch weil er nochmal einen Blick in den Hafen werfen wollte um zu sehen wer denn hier schon alles angelandet sei.
Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen konnte, was dann später sowohl ihn, als auch einige der herbeigeeilten Bewohner in Schrecken versetzte, war der unerwartete Auftritt seiner Frau Mama, Eleonore von Lemond.
Diese hatte ihre Anreise mit, einer Fregatte der Lemondschen Marine und in Begleitung ihres Lieblingsoffiziers Leon von Mauretanien, taktisch geschickt geplant und war in einer der einsamen Buchten von Carima Elwyn eingelaufen, um sich den Überraschungseffekt zu bewahren, den ihr Auftritt in Carima Stadt dann tatsächlich verbreitete.


Zur Audienz

Eine denkwürdige Audienz die vorzeitig ein überraschendes Ende nahm wegen gewisser Vorfälle im Hause Lemond.

Aber der Reihe nach.

Eine Angelegenheit die der Prinz rasch hinter sich bringen wollte spach er nach den übermittelten Grussworten von der Herzogin direkt an.

" Unbedingt möchte ich heute eine Sache aus der Welt schaffen, die den Ruf des Königshauses in unerträglicher Weise ständig beschädigt und einen extremen Belästigungsfaktor darstellt.

Sir John Blacky nach vorne zum Podest ! "

Er zeigte mit dem Finger auf einen Punkt auf dem Fussboden der in etwa 2m Entfernung lag.
Er warte kurz bis John Blacky vor ihm stand und begann zu proklamieren :

"Gemäss dem Wahlspruch der königlichen Finanzverwaltung :

Officium , Fiducia et Sinceritas !!!

übergebe ich hiermit, nach reichlich squalider, dissoluter Inhaltsüberprüfung, diese Truhe dem Anspruchsantragsteller Sir John Blacky."

Ausdrücklich ! möchte ich darauf hinweisen , daß der Inhalt an Goldmünzen ..... exact !!! mit den Zahlen, des vom Anspruchsantragsteller vorgelegten, nachweispflichtüberprüften Ahnenkassenbuch ..... übereinstimmt ! 

Er machte eine kurze Pause um seine Worte wirken zu lassen.

Bis auf ..... 

Bis auf einen Minusdifferenzfehlbetrag von .... 3 Goldmünzen !!

Dieser Betrag ist vom Leiter der königlichen Finanzverwaltung Sir Primus Caprioni bereits entnommen worden um die Tax-, und Verwaltungsgebühren zu decken, welche sich aus folgenden Faktoren zusammensetzen :

*begann nun schnell und stakkatoartig zu sprechen *

Lagergebühr 15 %
Finderlohnentrichtungsgebühr 15 %
Finderlohnbesteuerungshebesatz 15%
Kreativmaßnahmenförderungskosten 30 %
Regentschaftserhaltungskosten 9%
allgemeiner Aufwandsentschädigung und Verwaltungskostensatz 15%
sowie die zwingend erforderliche Exponentialsteuer 0,9999 % !!!

ergibt Summa Summarum 100% und entspricht dem Gegenwert von genau diesen 3 Goldmünzen !!!

Er machte nun eine längere Pause und wartete ab.
Sir Blacky war natürlich hocherfreut so schnell wieder an das Erbe seiner Ahnen zu gelangen und begann in einem gewissen euphorischen Hochgefühl zu verkünden, dass er die Truhe samt Inhalt dem Königshause zum Geschenk machen wolle. Natürlich hatte er den Hintergedanken seinen Ruf und sein Ansehen in Carima als wohltätiger Spender zu verbreiten, aber dennoch zu seinem Geld zu kommen, indem er dem Prinzen eine Rechnung aufmachte für dessen Trinkgelage und freizügigen Einladungen an die Gäste des Abends vorm Kontor. Diese Rechnung war absolut überteuert und entsprach beinah dem Inhalt seiner Ahnentruhe.

Der Prinz war ob der Hinterfotzigkeit des John Blacky nur mäßig überrascht, forderte ihn sofort auf diese Rechnung erst mal einzureichen damit sie den üblichen Dienstweg gehe und überprüft werde.
Dieser begann jedoch zu zetern und in seinen, von ihm nur allzu bekannten Tonfall herum zu gröhlen, dass er das Geld sofort haben wolle.

Lennard erwiderte , dass er den  Auftritt von Sir John für heute als beendet betrachte, dieser sich zurück ziehen solle und sagte zu Lady Anna :

" Die nächste Wortmeldung bitte nach vorne kommen."

Die Jungfer Blue traute sich jedoch kaum nach vorne, da John Blacky, störrisch wie ein kleines Kind einfach vorm Podest stehen blieb und weiter zeterte. Erst nach zweimaliger Auffoderrung der Stadtkommandantin und andeutungsweise gezücktem Schwert, trollte er sich von dannen auf seinen Platz zurück.

" Mein Prinz ich habe heute nur 2 Kleinigkeiten zu melden. ",

verkündigte die Jungfer danach freudestrahlend und duftreich wie immer vorm Podest.

" Zum Ersten die Mitteilung, dass ich 7 Hasen zum Lemondschen Landhaus geliefert habe und zum Zweiten , die für mich sehr beängstigende Nachricht, dass getuschelt werde, der Mond würde innerhalb der nächsten beiden Tage für immer verschwinden."

Sowohl der Medicus Sir Gorm als auch die Hafenmeisterin Luba erhoben daraufhin die Hände und verlangten nach einer Anhörung zu diesem Thema.
Beide kamen nun nach vorne und begannen mit ausführlichen Erklärungsversuchen. Luba begann sogar in ihrer unnachahmlich umständlichen Art eine Schautafel aufzubauen um das alles noch besser zu verdeutlichen.


Prinz Lennard folgte aber den Erklärungsversuchen nur mit halbem Ohr und halbem Geist, da eine Depesche ihn mittlerweile erreicht hatte auf der ihm mittgeteilt wurde, dass seine Gemahlin zu hause dabei sei ihren Kleidungsbestand in Truhen zu verpacken und beabsichtige einen Scheidungsanwalt im italienischen Bologna aufzusuchen.

Innerlich aufgewühlt, beunruhigt, aber noch einigermaßen die Contenance wahrend, brachte er die Audienz zum Ende und eilte schnell ins Kaminzimmer um erstmal aus dem Rampenlicht zu sein.

herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday

Dienstag, 17. Juli 2018

Fleur de sel


Auf seinem Weg ins Kontor zu seinem Treffen mit Sir Blacky wurde Prinz Lennard von einem quälenden Durst befallen als er an der Taverne vorbeikam. Er setzte sich auf die Terasse zum Marktplatz hin, lies sich ein Ale bringen und beobachtete das Treiben. Unter dem Lindenbaum auf der Bank saß ein Mann in dem grünem Gewand eines Jägers. Der Mann schien eingenickt und sein Hut verdeckte sein Gesicht.

Eine Reiterin fiel dem Prinzen auf. Sie schien etwas Besonderes zu sein, das stach ihm sogleich ins Auge. Sehr dunkler Teint, schwarze Haare und aussergewöhnliche, fremdartige Kleidung trug  sie, während sie gemächlich auf ihrem edlen Pferd die Hafenstrasse hoch ritt.

Als sie an der Taverne vorbei kam, erhob er sich und sprach sie an.

" Seid gegrüsst Lady !
Es scheint ihr seid zum ersten Male in unserem Land.
Kann ich etwas für euch tun ? habt ihr Fragen ? "

Er deutete eine kurze Verneigung an.

" Ich darf mich vorstellen, Lennard von Lemond, Stadtschreiber zu Carima. "

Die Reiterin zögerte etwas, brachte ihr Pferd zum Stehen und taxierte ihn.

" Man sieht es eurer Kleidung an, ihr seid ein Mann von hohem Stand und ebenfalls so scheint es mir, seid ihr den Gebrauch einer diplomatischen Sprache gewohnt."
,ein fast unmerkliches Lächeln huschte über ihr Gesicht als sie sprach.

Lennard war geschmeichelt und antwortete lächelnd :

"Ich darf das Kompliment sogleich an euch zurückgeben, auch Ihr scheint einen angenehmen Umgangston zu pflegen, jedoch kann ich euren Rang auf Grund der mir unbekannten und für mich recht fremdartig wirkenden Kleidung kaum einschätzen, deshalb erlaubt mir die Frage, wie ist euer Name ? und was führt eueren Weg nach Carima ?

Abermals zögerte die Reiterin für einen kurzen Augenblick, antwortete dann jedoch recht selbstbewusst:

" Ihr könnt mich Prinzessin Petra nennen, mein wahrer Name würde für euch in eurer Sprache zu schwierig auszusprechen sein. Das Schiff meines Vaters hat im Hafen angelegt und nun sind wir auf Erkundung und suchen Handelskontakte. "

Prinz Lennard war wie elektrisiert von dem Wort Handelskontakte und beinah übereifrig polterte er los :
" Prinzessin Petra, ich bin hoch erfreut und es scheint ein wahrer Glücksfall zu sein ich denke ihr habt auf Anhieb den richtigen Ansprechpartner gefunden..... Bitte steigt doch ab und nehmt Platz an meinem Tisch ich möchte euch einladen. "

Sie schüttelte verhalten den Kopf, machte eine höfliche jedoch abweisende Geste.

" Das ist leider nicht möglich Sir. Mein Vater ist ein sehr vorsichtiger Mann und erlaubt mir nur einen kurzen Ausritt und .....

sie zeigte mit dem Daumen kurz hinter sich in Richtung der Kirchenmauer,

...seht ihr den Mann da hinten ? ich werde ständig bewacht und es könnte für mich unangenehme Folgen haben wenn ich nun ....

" Aber natürlich das verstehe ich sofort, auch ich würde keiner meiner Töchter einen längeren Alleingang in einem unbekannten Land ohne Bewachung erlauben."

fiel ihr der Prinz in die Rede und fuhr fort,
"dann möcht ich euch nicht länger aufhalten, aber seid gewiss, ich werde in den nächsten Tagen im Hafen sein und euer Schiff aufsuchen, deshalb richtet euerem Herrn Vater bereits Grüsse aus und sagt ihm Carima ist erfreut über Handelskontakte. "

Lächelnd nickte ihm die Prinzessin zu, gab ihrem Pferd einen kurzen Schenkeldruck und lenkte es in einem Bogen über den Marktplatz um anschliessend wieder in die Hafenstrasse einzubiegen.

Lennard schaute ihr noch einen Moment nach, trank dann sein Ale zu Ende, rieb sich die Hände und grummelte :

" Fleur de sel, ich könnt wetten die haben feinstes Meersalz in ihrem Handelssortiment. unsere Hofköche werden entzückt sein. "


Anschliessend machte er sich eilig auf den Weg zu seinem Treffen ins Kontor, schaute aber dort schon mal neugierig um die Hafenmauer auf die Mole und tatsächlich lag dort ein Schiff vor Anker das in Form und Aussehen an eine asiatische Dschunke erinnerte.


herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday


Sonntag, 15. Juli 2018

Audienzbericht 15.07.2018


Ausnahmsweise ein Titelbild heute, das mit unserem RP in Carima, direkt nichts zu tun hat. Indirekt allerdings schon.

Erstens weil Fussball auch ein Spiel ist.
Zweitens weil es zumindest den Autor der Blogberichte während der letzten Wochen ständig in seinen Bann zog und
Drittens weil alle die vom Rummel um das grosse Turnier ziemlich genervt waren nun endlich aufatmen können.

Es ist überstanden und die Fussballwelt hat einen neuen Weltmeister :

FRANKREICH

( ich gratuliere ! ;))
Zur Audienz 

Die Herzogin war heute von Anfang an bei der Audienz. Prinz Lennard freute sich ungemein, da er noch immer ein wenig angeschlagen war von den Mückenstichen die sich sogar mittlerweile etwas entzündet hatten. Aber zu früh gefreut, die Hoheit flüsterte ihm, dass sie immer noch ziemlich abgespannt sei von ihren diplomatischen Geschäften, zwinkerte dann mit der Bemerkung zu :
" ihr freut euch bestimmt schon auf die Jungfer ... ich kann sie bis hier her bereits riechen . "

Der Prinz trat entschlossen vor bis zur Kante, begrüsste alle Anwesenden und appellierte nochmals an die Bewohner Carimas, dass sie doch bitte bei den Sachen welche sie für den Aussenhandel des Königreichs vorstellen wollten doch darauf achten sollten , dass es sich um qualitätvolle Ware handele damit Carima sich nicht blamiert.

Trat dann wieder einen Schritt zurück, nickte Lady Anna zu und sagte leise scherzend :

" Sie kann kommen ... die beste aller Jungfern ... die duftreichste ... und zuverlässigste Wortmelderin unseres Königreichs. "

Als ob diese es geahnt hätte, fragte sie Prinz Lennard nach seinem Befinden und was denn seine Mückenstiche machten. Wartete garnicht erst eine Antwort ab und pries  sehr wortreich und in höchsten Lobestönen die heilsame Wirkung von ' Gänsekacke'. Als sie am Gesichtsausdruck des Prinzen schon ablesen konnte was dieser davon hielt, beugte sie sich noch schnell nach vorne und flüsterte ihm verschwörerisch zu :

" Ich hab übrigens bereits eine ' Fuhre Holz ' zu euerem Landgut karren lassen. "

Die Herzogin schien das aber gehört zu haben und fragte nach. Lennard wendete sich schnell um zu ihr hielt den Zeigefinger vor die Lippen und erklärte :

"Eine Fuhre Holz ist ein Deckname für eine Lieferung von .... ",
er brach schnell ab fügte jedoch noch hinzu,
" Ich werds euch später dann erklären.... "

Die Jungfer wollte gerade ihre offizielle Wortmeldung beenden und bat schon um ihren Rückzug als die Herzogin sie doch nochmal ansprach und mit leicht besorgtem Unterton fragte ob sie denn nicht auch nach der Verkostung der Fleischspiesse bei der letzten Audienz so ein Magenzwicken oder Grummeln verspürt habe.
Das führte dann zu einem allgemeinen Geraune und einigen Zwischenrufen beim  heute sehr spärlich vertretenen  Audienzpublikum.


Sir Blacky nahm die Gelegenheit wahr und sprach bei seiner Wortmeldung die Sache mit der Schatzkiste seiner Ahnen an.

*Anmerkung des Autors *

Blacky spielte tapfer, geschickt und im Bewusstsein, dass es kaum noch eine Meldung nach ihm geben würde, seine Rolle und half damit das RP über die Runden zu bringen das heute tatsächlich in ein Sommerloch gefallen schien. ;)
Ich kann ihm hier schon einmal mitteilen, dass ich zu dem verabredeten Spieltermin unter der Woche bei ihm im Kontor vorbeischauen werde und mit der Herzogin bereits eine Lösung seines Anliegens besprochen habe damit wir diesen ' Thread ' endlich mal abschliessen können. ;)

Zum Schluss noch schnell ein Bild unseres Medicus Sir Gorm,


mit dem Hinweis, dass dessen Gesichtsfarbe nichts mit dem Verzehr von magischen Spezialitäten und auch keine Symphatiebezeugung mit ' le Bleu ' , den Gewinnern der Fussballweltmeisterschaft zu tun hat, sondern er immer so aussieht und damit demonstriert, dass wir nicht streng dogmatisch nur Gestalten aus dem 16ten Jahrhundert als RP Spieler begrüssen. Schliesslich gehört er schon länger als ich zur Stammbesatzung auf Carima ;)
herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday


Donnerstag, 12. Juli 2018

Intermezzo


Bei seiner Wanderung am vergangenen Sonntag gab es einen Zwischenfall den Prinz Lennard bisher für sch behalten und noch nicht einmal mit seiner Gemahlin besprochen hatte. Nachdem er an jenem Tag gut 2 Stunden in den Bergen unterwegs war schlug das Wetter um. Ein für diese Jahreszeit ungewöhnlich dichter Nebelschleier zog heran, begrenzte seine Sichtweite auf wenige Schrittlängen und dämpfte auch alle Geräusche in der Umgebung. Er ging dennoch weiter, bemerkte aber dass der Weg plötzlich steil nach unten führte.
Nach einer guten Stunde schien der Nebel sich zu lichten. Er vernahm das Geschrei von Seemöven und fand sich urplötzlich auf einer Hafenpromenade wieder, die von halbfertigen Gebäuden gesäumt wurde und den Blick auf eine Schiffswerft freigab, wo ein offensichtlich im Bau befindliches Schiffsgerippe aus dem Wasser zu ragen schien.


Die ganze Szenerie erschien ihm unwirklich und albtraumhaft. Er war sich sehr sicher, dass dies hier zu keiner der ihm bekannten Provinzen Carimas gehörte. Neugierig aber vorsichtig sich umschauend folgte er dem Weg in Richtung des Schiffsrumpfes bis zu dem Gebäude das wie eine Taverne aussah und auch durch ein Schild als solche bezeichnet wurde. Während der ganzen Zeit die er nun schon hier verbrachte, war ausser dem Geschrei der Möven nichts zu hören. Keine menschlichen Laute, kein Kinderlärm, noch das Klappern oder Klopfen irgendeiner handwerklichen Tätigkeit.


Prinz Lennard betrat die Taverne und erschrak beinah als er hinter dem Tresen eine Frauengestalt erblickte die ihn mit herablassendem, verachtendem Blick musterte und mit seltsam kalt, glühenden, dunklen Augen anstarrte.
Mutig schritt er auf sie zu und sprach sie an :

" Seid gegrüsst gute Frau, erlaubt mir die Frage bitte... Wo zur Hölle bin ich hier ? "


" Tancorien " antwortete sie monoton mit fast männlich klingender Stimme nach kurzem Zögern.

" Tancorien ? "
, murmelte der Prinz nachdenklich grummelnd, als sein Blick auf einen Stab fiel welcher hinter der Frau an die Wand gelehnt stand und an dessen oberem Ende ein kristallähnlicher Stein eingefasst war der plötzlich zu leuchten begann.

 "Der Magier .... der Magier .... der hat genau so einen .... " stammelte der Prinz noch bevor ihm die Sinne schwanden und er auf den Boden schlug.


Mit stechenden Kopfschmerzen und gleichzeitig dumpfem Schädelbrummen erwachte der Prinz im Gras liegend unweit seines Landgutes neben dem See, den er als ' Loch Elly ' benannt hatte. Reichlich verwirrt richtete er sich auf und versuchte sich zu orientieren. Er wusste nicht wieviel Zeit vergangen war seit er am Sonntag Morgen zur Wanderung aufgebrochen, aber sein Blick zum Himmel zeigte ihm, dass die Mittagszeit schon überschritten schien. Er entkleidete sich sprang in den See und versuchte all das abzuschütteln was er gerade eben noch erlebt oder vermutlich nur geträumt hatte.
Einigermaßen erfrischt und wieder bei Kräften nach dem Bade, beschloss er nun den kürzesten ihm bekanntem Weg zum Schloss zu gehen wo er dann noch pünktlich zum Beginn der Audienz eintraf.

* Anmerkung des Autors *

Da das lang herbei gesehnte Endspiel beim grossen Turnier schon um 17: 00 Uhr beginnt und hoffentlich ohne Verlängerung inklusive Elfmeterschiessen auskommen mag, hoffe ich doch pünktlich zur Audienz erscheinen zu können. Ich denke wir haben zur Zeit einige sehr interessante Spielstränge die ausbaufähig sind und weiterhin eine spannende Zeit in Carima versprechen.

Allen neuen Lesern des Blogs die Interesse haben an einem mittelalterlichen, phantasiereichen, jedoch nicht streng dogmatischen Regeln unterworfenem Rollenspiel in der virtuellen Welt von Carima teilzunehmen oder nur mal reinschnuppern möchten, empfehle ich den Artikel ' Lemondhouse Cafe ---> Einladung ' und würde mich über einen Kontakt freuen.


herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday


Sonntag, 8. Juli 2018

Audienzbericht 08.07.2018


Wer übel oder missgelaunt ist, befindet sich vergleichsweise in einer luxuriösen Lebenssituation. Im Vergleich zu Leuten die von existenziellen Nöten geplagt sind, kann der Launige es sich immerhin leisten eine Laune zu haben.
Der Grund für die miese Laune des Prinzen am frühen Sonntagmorgen war nicht der Verlauf des grossen Turniers. Das fand er ganz interessant, höchst überraschend sogar und war schon gespannt auf den nächsten Sonntag wo dann endlich feststehen würde wer als Sieger hervorgehen wird.
Es waren tatsächlich die Vorträge und Lesungen aus den Schriften des Seneca, die er sich mit Unterbrechungen in insgesamt 10 Stunden angehört hatte, von denen er letztendlich genug bekam und die er dann für seine schlechte Laune verantwortlich machte.


Er beschloss den Tag in der Stille zu verbringen. Auf Kutsche und Begleitung zu verzichten, um nach langer Wanderung verbunden mit einem erfrischenden Bad in dem kalten Bergsee, gegen Abend zu Fuss beim Schloss einzutreffen wo ihn dann eine hoffentlich amusante Audienz erwartete. ;)

Zur Audienz 

Nein keinen Räucherfisch sondern ein ganzes Fass voll Eselsmist schleppte die Jungfer Blue in den Saal und brachte es vors Podest.
Hatte sie doch durch ihre Kontakte zum Hauspersonal des Prinzen erfahren, dass dieser bei seinem Badetag und dem anschliessenden Sonnenbad, an empfindlicher Stelle von Stechmücken heimgesucht und verletzt wurde.


Und nun erklärte sie ausführlich wie man das mit Eselsmist therapieren könne. Unter anderem empfahl sie auch den Mist um das Haus der Lemonds ringförmig zu verteilen um dadurch einen Schutzwall wegen der ausströmenden Fäulnisgase, zu erhalten.
Ein kurzer Seitenblick auf seine Gemahlin genügte Prinz Lennard um zu wissen was nun zu tun war.
Mit versucht diplomatischem Geschick machte er der Jungfer klar , dass er in diesem Falle leider auf ihr Angebot verzichten müsse und sich ausnahmsweise an den Medicus wenden und um eine Salbe bitten würde.

" Die wird aber bestimmt sehr teuer sein und kostet euch eine ganze Menge an Goldtalern. "
erwiderte die Jungfer, sichtlich angesäuert, fügte schnell hinzu dass sie nichts weiteres noch vorzutragen habe und ging schnell an ihren Platz zurück.

Just als Lady Anna den Magier als nächsten Kandidaten aufrief, öffnete sich die Tür vom Kaminzimmer und die Herzogin betrat den Saal. Prinz Lennard war überrascht und erfreut zugleich. Sie hatte ihm zwar die Mitteilung zukommen lassen, dass sie versuchen werde an der Audienz teilzunehmen aber wollte keine verbindliche Zusage machen.
Als er dann wieder nach vorne blickte und den Magier mit festem Schritt auf das Podest zusteuern sah, ahnte er schon was nun kommen würde. Lennard schickte ein kurzes Dankgebet zum Himmel wandte sich schnell zur Herzogin mit den Worten :

" Hoheit bitte .... ihr müsst diese Wortmeldung annehmen. ",

suchte eilig einen der Thronsessel auf und versuchte krampfhaft seinen Würgereiz unter Kontrolle zu halten.


Der Magier war sehr gut vorbereitet für seinen Auftritt. Er verkündete äusserst wortreich und redegewandt, welch grossen Erfolg er mit den von ihm entwickelten Fallen  hatte. Griff unter seinen Umhang und zauberte eine ganze Platte mit gegrillten Fleischspiessen hervor die er mit sichtlichem Stolz allen Teilnehmern der Audienz auch grosszügig zur Verkostung anbot.
Prinz Lennard auf seinem Sessel zusammengesunken, die Hand vors Gesicht haltend, konnte es sich jedoch nicht verkneifen zwischen den Fingern hindurch zu schielen um zu sehen wer sich denn alles auf dieses Angebot einlies.


Dass die Herzogin als welterfahrene, weitgereiste Regentin sich nicht scheute und auch zugriff, war ihm schon klar. Sicher hatte sie auf ihren diplomatischen Reisen schon einige ' Kröten und anderes Ungetier ' schlucken müssen und war es gewohnt im Dienste der Krone, solch exotische Delikatessen, gelassen zu vertilgen. Wer sich dann aber noch anstellte und zugriff, das erstaunte den Prinzen, lies ihn schnell wieder seine Finger schliessen und sich dem Würgereiz hingeben.

Auch eine grosse Schriftrolle mit ausgefallen Rezepten hatte der Magier vorbereitet und überreichte sie der Herzogin mit Grüssen an die Köche der Schlossküche.

* Anmerkung des Autors *

Die Audienz war sehr gut besucht und hatte auch den erhofften Spassfaktor durch die zahreichen OOC Bemerkungen der Teinehmer im Carimachat. ;)


herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday

Freitag, 6. Juli 2018

Sommerzeit


Was Prinz Lennard während der letzten Audienz nur gedanklich in Erwägung gezogen hatte, das erfrischende Bad mit den 4 Grazien. holte er an einem dieser herrlichen Sommertage der vergangenen Woche alleine nach.
Er musste dabei an die Schriften des alten Seneca denken, welcher die Tugend und das Maßhalten lobpreist und vielen seiner Zeitgenossen ein lasterhaftes und ausschweifendes Leben vorwarf.

Nichts-desto-trotz genoss der Prinz seinen Badetag in dem See nahe seines Landguts, dem er in Erinnerung an seine schottische Heimat und an seine Mutter 'Eleonore von Lemond ', heimlich und nur in seinem Sprachgebrauch den Namen ' Loch Elly ' gegeben hatte. ;)
Und es packte ihn eine unbändige Abenteuerlust, einen Tauchgang in dem tiefen, kalten Gewässer zu unternehmen um zu sehen ob auch dort eines dieser sagenumwobenen Monster beheimatet ist, wie man es aus vielen Erzählungen und Augenzeugenberichten kennt. ;)

* Anmerkung des Autors.
Es ist Brauch beim RP ( Role Play ), dass man sich eine Hintergrundstory für seinen Avatar erfindet, von der aus man sein Spiel dann gestalten kann. Da ich weiss, dass ich seit einiger Zeit neue Leser in meinem Blog begrüssen darf, möchte ich hier kurz die meinige nochmal schildern.
Prinz Lennard, Sohn von König Edward und dessen Gemahlin Eleonore von Lemond, traf auf seinen Studienreisen in Carima ein, lernte die Baronin Sharmila Chantily kennen, verliebte sich in diese und ehelichte sie. Wegen dieser Heirat kam es zum Zerwürfniss mit seinen Eltern, so dass der Prinz beschloss fortan in Carima zu leben und sich dort am Königshof zum Stadtschreiber und zum Vertrauten der Regentin Jil Cuttita hocharbeitete. Da seine Gemahlin Sharmila und die Herzogin jil Schwestern sind, wurde ihm auch alsbald die Ehre zu teil, die sonntägliche Audienz leiten zu dürfen, wenn die Herzogin sich auf Reisen befindet.
Das RP in Carima ist zeitlich zum Beginn des frühen 17ten Jahrhunderts ( anno 1618 ) angesiedelt. Aber so ganz exact kann man das Verhalten und Gebaren dieser Zeit nicht nachspielen, das würde viel zu viel historische Kenntnisse verlangen und sicher auch einen Teil der Spielfreude rauben die uns dort verbindet.
Wer einmal bei unserem Spiel teilnehmen oder sich nur umschauen möchte dem empfehle ich den Artikel 'Einladung' meines anderen Blogs ' Lemondhouse Cafe ' zu lesen. Dort findet man hilfreiche Links , wo man sich einen Avatar erstellen kann und wie man damit nach Carima kommt * 

Da das grosse Turnier ( Fussball WM ) am Sonntag eine kurze Pause macht, möchte ich alle Leser wieder zur sonntäglichen Audienz einladen die um 20:30 Uhr beginnt.


herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday 




Sonntag, 1. Juli 2018

Audienzbericht 01.07.2018


Etwas bedröppelt sitzt der Prinz im Kaminzimmer. Es ist aber ganz sicher nicht wegen dem Ausscheiden der teutonischen Mannschaft beim grossen Turnier. ;)
Er  leidet vielmehr immer noch unter Übelkeitsattacken und Würgereiz wegen den Schilderungen der ungewöhnlichen Essensgewohnheiten des Magiers.

Ein Schluck vom heilsamen Kräuterelixier der Waldhüterin könnte ihm bestimmt helfen. Er muss an das Lied von der 'Scarborough Messe' denken das ihm einst von einer engelsgleichen Gestalt vorgesungen wurde und ist gewiss, dass die Kräuter die dort erwähnt werden, Bestandteil des Geheimrezepts der Jungfer sind.


Gehst du zur Scarborough Messe?
Petersilie, Salbei, Rosmarin und Thymian
Erinnere dich an jemanden, der dort lebt
Er war einmal eine wahre Liebe von mir

Sag ihm, er soll mir ein Hemd machen
Petersilie, Salbei, Rosmarin und Thymian
Ohne Naht oder Handarbeiten
Dann wird er meine wahre Liebe sein

Sag ihm, er soll mir einen Morgen Land finden
Petersilie, Salbei, Rosmarin und Thymian
Zwischen dem Salzwasser und dem Meeresstrand
Dann wird er meine wahre Liebe sein

Gehst du zur Scarborough Messe?
Petersilie, Salbei, Rosmarin und Thymian
Erinnere dich an jemanden, der dort lebt
Er war einmal eine wahre Liebe von mir ..

( Deutsche Übersetzung von 'Scarborough Fair' )


Zur Audienz

Das allseits bekannte und schon erwartete Sommerloch hat zugeschlagen ;)
Soll heissen es kam fast niemand zur Audienz ;)
Aber angesichts der Tatsache, dass die Jungfer und Waldhüterin sich extra besonders gekleidet hatte und darauf brannte dem Prinzen eine wichtige Mitteilung zu machen, trat der Prinz seinen Dienst an.
Lady Anna, gut erholt und zurück aus den irischen Landen machte auch mit und so gabs ' business as usual ' ;)


Die Mitteilung der Jungfer war mehr eine Anfrage. Denn sie fragte den verblüfften Prinzen ob er denn wüsste wo es in den carimanischen Provinzen einen Steinbruch gebe, weil sie und ihre Geschäftspartnerin Luba jetzt unbedingt ein standesgemässes Gebäude bauen müssten auf ' Herzogin Jil Island '.
Genauer gesagt sie verlangte nach Backsteinen und nötigte Prinz Lennard die dümmlich gestellte Frage ab, was sie denn backen wolle ? ;)

Da nun schon abzusehen war, dass es keine weiteren Anliegen mehr geben würde, spielte der Prinz kurz mit dem Gedanken die 4 anwesenden Ladies zu einem erfrischenden Bad in dem See neben seinem Landhaus einzuladen und so den Abend ausklingen zu lassen. Aber er besann sich schnell wieder, da das Risiko zu gross war, dass seine Gemahlin überraschend nach hause kam und die Badeszene ganz sicher mit anderen Augen gesehen hätte als Prinz Lennard ;)

Also bat er die Ladies sich hinter ihm aufzubauen und ihm zu einem Umtrunk in die Taverne zu folgen.


OOC ( out of character ) lief das Gespräch im Carimachat :

" Lennard wenn du Fussball kucken willst dann mach das ruhig, wir erlauben dir das heute . "
Der Autor war natürlich hoch erfreut, bedankte sich bei den Ladies und versprach ihnen das nicht zu vergessen, ;)
ging schnell offline und konnte noch das dramatische Achtelfinalspiel  Kroatien - Dänemark , geniessen.

herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday