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Intermezzo


Bei seiner Wanderung am vergangenen Sonntag gab es einen Zwischenfall den Prinz Lennard bisher für sch behalten und noch nicht einmal mit seiner Gemahlin besprochen hatte. Nachdem er an jenem Tag gut 2 Stunden in den Bergen unterwegs war schlug das Wetter um. Ein für diese Jahreszeit ungewöhnlich dichter Nebelschleier zog heran, begrenzte seine Sichtweite auf wenige Schrittlängen und dämpfte auch alle Geräusche in der Umgebung. Er ging dennoch weiter, bemerkte aber dass der Weg plötzlich steil nach unten führte.
Nach einer guten Stunde schien der Nebel sich zu lichten. Er vernahm das Geschrei von Seemöven und fand sich urplötzlich auf einer Hafenpromenade wieder, die von halbfertigen Gebäuden gesäumt wurde und den Blick auf eine Schiffswerft freigab, wo ein offensichtlich im Bau befindliches Schiffsgerippe aus dem Wasser zu ragen schien.


Die ganze Szenerie erschien ihm unwirklich und albtraumhaft. Er war sich sehr sicher, dass dies hier zu keiner der ihm bekannten Provinzen Carimas gehörte. Neugierig aber vorsichtig sich umschauend folgte er dem Weg in Richtung des Schiffsrumpfes bis zu dem Gebäude das wie eine Taverne aussah und auch durch ein Schild als solche bezeichnet wurde. Während der ganzen Zeit die er nun schon hier verbrachte, war ausser dem Geschrei der Möven nichts zu hören. Keine menschlichen Laute, kein Kinderlärm, noch das Klappern oder Klopfen irgendeiner handwerklichen Tätigkeit.


Prinz Lennard betrat die Taverne und erschrak beinah als er hinter dem Tresen eine Frauengestalt erblickte die ihn mit herablassendem, verachtendem Blick musterte und mit seltsam kalt, glühenden, dunklen Augen anstarrte.
Mutig schritt er auf sie zu und sprach sie an :

" Seid gegrüsst gute Frau, erlaubt mir die Frage bitte... Wo zur Hölle bin ich hier ? "


" Tancorien " antwortete sie monoton mit fast männlich klingender Stimme nach kurzem Zögern.

" Tancorien ? "
, murmelte der Prinz nachdenklich grummelnd, als sein Blick auf einen Stab fiel welcher hinter der Frau an die Wand gelehnt stand und an dessen oberem Ende ein kristallähnlicher Stein eingefasst war der plötzlich zu leuchten begann.

 "Der Magier .... der Magier .... der hat genau so einen .... " stammelte der Prinz noch bevor ihm die Sinne schwanden und er auf den Boden schlug.


Mit stechenden Kopfschmerzen und gleichzeitig dumpfem Schädelbrummen erwachte der Prinz im Gras liegend unweit seines Landgutes neben dem See, den er als ' Loch Elly ' benannt hatte. Reichlich verwirrt richtete er sich auf und versuchte sich zu orientieren. Er wusste nicht wieviel Zeit vergangen war seit er am Sonntag Morgen zur Wanderung aufgebrochen, aber sein Blick zum Himmel zeigte ihm, dass die Mittagszeit schon überschritten schien. Er entkleidete sich sprang in den See und versuchte all das abzuschütteln was er gerade eben noch erlebt oder vermutlich nur geträumt hatte.
Einigermaßen erfrischt und wieder bei Kräften nach dem Bade, beschloss er nun den kürzesten ihm bekanntem Weg zum Schloss zu gehen wo er dann noch pünktlich zum Beginn der Audienz eintraf.

* Anmerkung des Autors *

Da das lang herbei gesehnte Endspiel beim grossen Turnier schon um 17: 00 Uhr beginnt und hoffentlich ohne Verlängerung inklusive Elfmeterschiessen auskommen mag, hoffe ich doch pünktlich zur Audienz erscheinen zu können. Ich denke wir haben zur Zeit einige sehr interessante Spielstränge die ausbaufähig sind und weiterhin eine spannende Zeit in Carima versprechen.

Allen neuen Lesern des Blogs die Interesse haben an einem mittelalterlichen, phantasiereichen, jedoch nicht streng dogmatischen Regeln unterworfenem Rollenspiel in der virtuellen Welt von Carima teilzunehmen oder nur mal reinschnuppern möchten, empfehle ich den Artikel ' Lemondhouse Cafe ---> Einladung ' und würde mich über einen Kontakt freuen.


herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday


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