Sonntag, 27. Mai 2018

Audienzbericht vom 27.05.2018


Die brennenden Steine von Carima.
Wird heute der Beweis erbracht , dass es sie wirklich gibt ?
Oder ist es nur eine 'Fata Morgana' und Wunschdenken von zwei Ladies die das grosse Geschäft und Geld wittern.

Zur Audienz

Prinz Lennard war reichlich nervös vor der Audienz. Nur noch wenige Minuten bis zum Beginn und er musste feststellen, dass die Kommandantin, die immer die Ansage macht nicht hier war.

(( Lady Anna hatte Geburtstag. Deshalb auf diesem Wege hier, herzliche Grüsse und die besten Wünsche an sie ! ))

Aber es stellte sich heraus, dass sie für eine Vertretung gesorgt hatte und das Bauernmädchen Leonie stand in voller Uniform am Podest und übernahm ihren Dienst . ;)


Auch die Herzogin und Sir Primus konnten anwesend sein, was ihn dann wesentlich entspannter machte.
Präzise und zuverlässig wie ein Uhrwerk, schaffte die Jungfer Blue es auch diesmal wieder die Erste zu sein die vors Podest kam.
Allerdings begann es erst mal mit, wie man heutzutage sagen würde ' smalltalk ' und  der bedauernswerten Mitteilung von ihr, dass sie heute kein Geschenk dabei hätte.
Jedoch mindestens 2 grosse Fässer voll mit Räucherfisch in Arbeit seien und auf Auslieferung warteten.

Sie wollte einfach die Zeit überbrücken bis ihre neue Geschäftspartnerin und ' Compagneuse ' die Hafenmeisterin Luba erschien, um dann zusammen mit ihr die grosse Vorführung der brennenden Steine zu beginnen. Und genau darauf hatte der Prinz ja auch gewartet.
Matisha die Lehrerin und auch die inzwischen eingetroffene Luba hatten nun etwas zu sagen zu dem Thema ' brennende Steine ', so dass der Prinz einfach alle nach vorne bat um sie anzuhören. Den Ausführungen der Lehrerin konnte er allerdings nicht ganz folgen. Sie hatte anscheinend eine gründliche Untersuchung vorgenommen, erzählte etwas von Konsistenz und Beschaffenheit, aber richtig angezündet und sie zum Brennen gebracht wohl eher nicht.

Das wollte sie wohl den beiden ' Matadorinnen ' überlassen, die ein für den Prinzen erstaunliches Selbstbewusstsein in ihren vergangenen Auftritten an den Tag legten und nun alle Anwesenden aufforderten in den Schlosshof zu gehen um dem Spektakel beizuwohnen. 


Jedoch tat sich erst mal garnichts. Trotz grosser Bemühungen der Jungfer den ganzen Steinhaufen, der auf dem Boden ausgebreitet lag, mit einer Fackel anzuzünden und vielen erklärenden Worten des Medicus Gorm, blieben die Steine kalt und nichts passierte. Ein zweifelndes Raunen konnte man vernehmen und viele skeptische Blicke fielen auf die Jungfer und die Hafenmeisterin. Dann endlich begann es zu knistern und zu qualmen und schliesslich züngelten kleine Flammen aus dem Steinhaufen empor.


Triumphierend nun die Jungfer und die Hafenmeisterin. Da war er jetzt erbracht der Beweis, dass Carima brennende Steine hat und auch das Königshaus schien überzeugt, dass da gewisse Schätze und handelbare Güter im Boden des Königreichs ruhten und auf Vermarktung warteten. Prinz Lennard beorderte eine Wache zu dem brennenden Haufen und bat alle wieder in den Audienzsaal.

Bei dem anschliessenden ' Tohuwabohou ' und ' Durcheinandergeschnatter ' im Saale fiel dem Prinzen immer deutlicher auf welche Wesensveränderung die sonst so überaus kluge, intellektuelle und manchmal eher schüchtern wirkende Hafenmeisterin Luba in letzter Zeit durchlebt hatte. Ja er hatte sogar den Einduck als stelle sie Forderungen.
Primus, die Herzogin und der Prinz tuschelten kurz miteinander, sprachen sich gegenseitig zu, dass ja eigentlich nichts passieren könne und man auf jeden Fall mit verdienen werde am grossen Geschäft und sei es nur durch die Massnahme von drastischen Ausfuhrzöllen.

Eine bemerkenswerte Audienz endete fast pünktlich um die Zehnte Stunde des Abends. ;)


herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday



Sonntag, 20. Mai 2018

Audienzbericht vom 20.05. 2018


Die Präsentation eines Business Plan im 16ten Jahrhundert ?

Die eifrige Hafenmeisterin baute eine Schautafel auf und sorgte für Gesprächsstoff bei der Audienz.

Zur Audienz 

Es drohte eine langweilige und eintönige Audienz zu werden, da nur wenige Besucher sich einfanden.
Auch war im Vorhinein nicht klar ob die Herzogin teilnehmen konnte.

Die Jungfer Blue kam freudestrahlend vors Podest in der sicheren Annahme, dass sie den Prinzen wieder mit einem Geschenk beglücken könne und da sie bei der letzten Audienz mit ihrem geräucherten Fisch für Aufsehen sorgte, brachte sie diesmal einen ganzen Korb voll davon mit.

Abermals nahm der Prinz mit diplomatischer Disziplin und einem Lächeln das Geschenk entgegen, während er schon darüber nachdachte wem er es diesmal andrehen konnte.

" Sir Prinz ... ", hauchte die Waldhüterin
" ich hoffe meine frisch geräucherten Fische werden euch munden und ich möchte gleichzeitig einen Antrag stellen heute."

Dann fuhr sie fort :

" Ich brauche ein neues Boot ! für den Transport der Stämme von den gefällten Bäumen, weil mein Pferd das nicht mehr schafft und sich zu sehr abmühen muss."

Der Prinz stutzte, dachte kurz nach und da er wusste, dass zur Zeit grösste Sparmassnahmen angesagt waren, musste er versuchen der Jungfer ihr Bedürfnis nach einem Boot auszureden.

"Jungfer Blue ... Waldhüterin ... ", begann er in hoch offiziellem Tonfall.
" wenn ich mich recht entsinne dann läuft das doch folgendermaßen ab im Wald.
Die Bäume werden gefällt, das Pferd schleift die Stämme zum Fluss, dann werden sie zu einem Floss gebunden und in den Hafen geschippert, ist das nicht so ? "

" Doch ja ... so ist das ... aber .. ich brauche jedesmal mindestens 20 Arbeiter aus dem Hafen die mir helfen dabei."

Sie hob beide Hände hoch und drückte sie mindestens fünf mal nach vorne um anzudeuten, dass die Zahl 10 sich mehrmals vervielfacht.

Mittlerweile trafen immer mehr Besucher ein und auch die Herzogin kam überraschend aus dem Kaminzimmer, grüsste schnell alle Anwesenden und tat zumindest so als lausche sie ganz interessiert dem Vortrag und dem Anliegen der Waldhüterin.

Prinz Lennard war sich bewusst, dass er nun unter Beobachtung stand und sein Verhalten der Jungfer gegenüber genauestens zur Kenntnis genommen und beurteilt werden würde.

" Jungfer Blue ... Waldhüterin .. ", hob er abermals an.
" das Pferd und die Arbeiter transportieren also die Bäume zum Fluss .... nun gut das ist verständlich, aber wo bitte kommt dann das neue Boot, das ihr jetzt fordert zum Einsatz .... doch nicht im Wald oder ? "

Er machte schnell eine abwehrende Handbewegung um ihr anzudeuten, dass sie noch nichts antworten solle, da er versuchen wolle schnell weg zu kommen von dieser Forderung.

" Carima hat zur Zeit ganz andere Verpflichtungen als ein neues Boot zu finanzieren .... Es geht um den zu erwartenden Handel mit einem anderen Reich und da ist nun vordringlich die Frage zu klären, was wir anzubieten haben, deshalb vergesst erst mal das Boot und sagt mir lieber was es mit eueren ' Höllensteinen ' auf sich hat die ihr letztes mal angesprochen habt ! "

Die Hafenmeisterin Luba war mittlerweile auch eingetroffen, schlich sich an ihren Platz, lauschte kurz, erkannte sofort, dass die Jungfer in einer gewissen Verlegenheit war und eilte nach vorne um ihr beizustehen.

" Sir Prinz ... eine Sensation ! " sie verhaspelte sich und schien sehr aufgeregt.
" Die Jungfer Blue und ich ... wir haben einen Plan ! "
Erst jetzt deutete sie einen Hofknicks an und machte sich sofort daran eine Schautafel aufzubauen.

Der Prinz war überrascht und erstaunt und lies sie gewähren. Auch die Herzogin war nun richtig neugierig, trat ganz vorne an die Kante und erwartete einen erhellenden Vortrag.
Luba deutete mit einem Zeigestock voller Stolz auf den Plan, eine Art Lageplan und Übersichtszeichnung die mit vielen geschriebenen Erklärungen und Pfeilen bemalt war. Dann begann sie loszuplappern und auch die Jungfer konnte sich nicht mehr bremsen und fiel mit ein.

" Minengesellschaft .... Schiffstransporte ....Handelskontrakt .... unüberschaubare Einahmequelle ... und reiner Profit ! "

waren die herausragenden Schlagworte in diesem beinah atemlosen und hektischen Vortrag die das staunende Publikum vernahm.

Mehr als einmal schauten sich die Herzogin und der Prinz verdutzt an, liesen die beiden aber gewähren und lauschten.
Sir Gorm der Medicus beteiligte sich nun auch und rief erklärende Hinweise dazwischen.

Prinz Lennard kam als erster wieder zur Besinnung nachdem die Woge an Fantasie, Geschäftsideen und Informationen langsam abebbte.

" Ladies ! das ist ja alles sehr erfreulich und vielversprechend ... ABER ... noch fehlt uns jeglicher Beweis dafür, dass euere ' Höllensteine ' auch wirklich brennen und somit zur handelbaren Ware werden. "

Da die Audienz zeitlich sich schon dem Ende näherte, wurde die Anweisung heraus gegeben, dass beim nächsten mal eine Demonstratation und Beweisvorführung im königlichen Schlosshof stattfinden werde.

In Erwartung eines grösseren Besucherandrangs bei der nächsten Audienz, verbleibe ich
mit herzlichen Grüssen und einem Augenzwinkern


Lennard Monday 


Sonntag, 13. Mai 2018

Audienzbericht vom 13.05.2018


Noch ist es nur ein undeutliches Bild oder eine Vision.
Ein erstes Gespräch, ein erster Kontakt mit einer Handelsdelegation.

Ob das Bild klarer wird und man erfährt wer denn da alles am Tisch sitzt, vor allem zu welcher Zeit und ob es auch dort stattfindet wo es der Prinz geplant hat ?

Man darf gespannt sein. ;)


Zur Audienz 

Jungfer Blue meinte es bestimmt sehr gut und völlig ohne Hintergedanken als sie dem Prinzen einen frisch geräucherten, toten Fisch als Geschenk übergab bei ihrem Auftritt. Der nahm das Präsent auch mit spitzen Fingern, süssauer, freundlich und diplomatisch lächelnd entgegen, legte ihn aber sogleich ein wenig abseits auf den Boden.

Der Autor betrachtete dies aus heutiger Sicht und da er den berühmten Roman von Mario Puzzo ' Der Pate ' gelesen hat, weiss er natürlich was das für ein Zeichen ist und was es bedeutet wenn man einen toten Fisch erhält. ;)

Da die Jungfer offensichtlich keine weitere Meldung zu machen hatte, fragte der Prinz kurz nach wie es denn mit den Bäumen im Walde bestellt sei. Er hatte natürlich im Sinn nach dem Mengenbestand der Bäume sich zu erkundigen, da er sich schon einige Zeit Gedanken macht welche Handelsgüter er denn anbieten könne wenn es zu Verhandlungen kommt.

Ja den Bäumen geht es sehr gut, sie habe 1000 junge Setzlinge gepflanzt und noch weitere 1000 bestellt aus Übersee, eine Baumsorte die über 1000 m hoch wächst, versicherte die Jungfer inbrünstig.

" Jungfer ! das ist ja alles schön und recht, aber bis diese Bäume gewachsen sind damit man sie auch als Handelsware benutzen kann das dauert ja Generationen von Bewohnern. Wir brauchen etwas das wir sofort oder in absehbarer Zeit anbieten können ! "

,erwiderte Prinz Lennard.

" Haben wir denn sonst nichts im Wald ? ich meine aus den Gruben und Höhlen. Edelsteine oder ..... Silber und Gold ? "

fügte auch noch schnell hinzu : " jetzt kommt mir aber nicht mit flauschig gegerbeten Rattenfellen ! "

Die Jungfer stutzte, dachte einen Moment nach, hob dann den Zeigefinger :

" Doch ich glaube ..... ich hab da etwas Sir.  Schwarze Steine ! die brennen wie ein Höllenfeuer und länger als unsere Holzkohle die wir ansonsten benutzen. "

Der Prinz überlegte, kratzte sich am Kinn dabei, weil er wohl vermutete, dass sich da wieder nur um Zauberkram handeln könne , da er noch nie gesehen hatte, dass Steine brennen. Auch müsste fest zu stellen sein welche Mengen denn vorhanden seien und er wies die Jungfer kurzerhand an, solch einen Stein der Lehrerin zu übergeben, damit die dann alles mal überprüfen solle. Er bedankte sich für die Meldung bei der Waldhüterin und lies sie zurück treten.

Sir Gorm der Medicus kam als nächster zur Vorsprache.

Er berichtete dem überraschten Prinzen, dass nicht nur Sir Blacky sondern auch er sich um eine Kontaktaufnahme bemüht hätte wegen dem Handel.
Ja es bestünde ein ernsthaftes Interesse seitens der Gräfin Ravenna von Schwarzenberg aus Tievhafen, aber es seien da noch einige Dinge die vorab geklärt oder besprochen werden müssten. Handelswährung, Warenwerte, Umrechnung und so weiter.
Hocherfreut bedankte sich der Prinz beim Medicus, versicherte ihm dass dies alles ja keine grösseren Probleme seien und das Wichtigste nun wäre einen passenden Termin zu finden für die Vorab - Gespräche. Er bot an einen Abend an einem Wochentag, den die Gräfin dann selbst bestimmen könne, als Empfehlung an diese weiter zu leiten.

Da anschliessend keine Meldung mehr vorlag, schaute der Prinz durch den Saal, erblickte die ehemalige Tavernenwirtin Tarina und rief sie kurz entschlossen vors Podest.

Er erkundigte sich nach ihrem Befinden, fragte wie es ihr denn so ergangen sei bisher. Als er erfuhr, dass es ihr recht gut gehe und dass sie viel in der Welt umher reise, machte er ihr das Angebot die Taverne, welche zur Zeit ohne festen Wirt sei, wieder zu betreiben. Tarina war wohl überrascht von diesem Vorschlag wollte sich jedoch noch nicht festlegen.

Luba die Hafenmeisterin kam danach auch zur Vorsprache, aber nicht freiwillig sondern auch erst durch Aufforderung. Der Prinz musste nämlich noch etwas los werden, so sein Plan. Ein kurzer Plausch mit Luba in dessem Verlauf sie bekannt gab, dass auch sie einen Vorschlag zu machen hätte der den neuen Handelsbeziehungen nützlich könne.
Ihre Freundin, die Seefahrerin ' Elizabeth Swan ' nämlich, sei bereit die Transporte von Handelsgütern zu übernehmen.
Als sie dann wieder zurück treten wollte, stoppte der Prinz sie, hob schnell den geräucherten Fisch vom Boden auf und übergab ihn an Luba mit der Bemerkung :

" Liebste Hafenmeisterin, da ich vermute, dass ihr noch nichts vernünftiges zum Abendessen hattet und ich seit der Fastenzeit eine gewisse Fisch Allergie habe ist es mir eine Freude dies an euch weiter zu geben.  Lasst es euch schmecken. "

Anmerkung des Autors :
Ich weiss nicht ob die Operatorin von Luba auch den Paten gelesen hat und die Interpretation dieses Zeichens kennt, aber ich versichere ihr, dass ICH es so nicht meinte. ;))


herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday

Sonntag, 6. Mai 2018

Audienzbericht vom 06.05. 2018


Luba beim Hofknicks ;)
Nein das wird kein Kniefall, sie stellt rechtzeitig noch ein Bein nach vorne.

Nach einem Kniefall war eher dem Autor zumute, jedoch aus Dankbarkeit und Demut.
Gegen Ende der Audienz kam nämlich die Nachricht durch, dass eine Spielerin sich wieder
gemeldet hat, von der wir 7 Wochen lang nicht wussten wie es um sie steht.
Nur dass sie im Krankenhaus sei war unsere Information.
Sie spielt zwar nicht in 'Carima Metropolis' aktiv aber ist seit gut 6 Jahren mit
der Familie Lemond in ' SL ' verbunden.

Ich grüss dich mal ganz herzlich liebe ' Tinkerbell '. Ich denke irgendwann wirst du das hier lesen. ;)


Zur Audienz

Es versprach eine ruhige Audienz zu werden. Die Herzogin hatte sich rechtzeitig abgemeldet und auch die Lemondtöchter waren nicht anwesend, so dass der Prinz die Ehre aber auch das Vergnügen hatte, alleine auf dem Podest zu stehen.

Jungfer Blue als erste Kandidatin, gehört für Prinz Lennard schon fast genauso zum Audienzritual wie das Händeschütteln und Bedanken für den Dienst bei Lady Anna, der Stadtkommandantin.

Ihre Meldung war, dass sie mittlerweile schon über 2 Dutzend Ratten erlegt hätte, also weit über 100, wie sie noch stolz hinzufügte und dabei freudestrahlend nickte.
Sie habe die Viecher bereits enthäutet, die Felle gegerbt und biete sie nun als flauschig weiche Pelze an für Hals und Hände.
Innerlich war der Prinz richtig angeekelt von dieser Idee und war sich auch sicher , dass seine Gemahlin sowas nie tragen würde, lies sich aber nichts anmerken und redete noch freundlich mit Blue.

Gorm der Medicus rief irgenwann dazwischen, dass er sehr besorgt sei und man sofort und sehr dringend aufhören müsse, die Ratten zu füttern um die Vermehrung nicht noch zu beschleunigen.Auf die verblüffte Rückfrage des Prinzen wer denn die Ratten füttere, kam die Erklärung, dass wohl alle gemeint sind die ihre Essensreste und nicht verwertbare Küchenabfälle einfach in die Gosse schütten und hoffen, dass der nächste Regen alles wegspült.

Man muss den Leuten beibringen das Zeug zu sammeln und dann schnellst möglich verbrennen, verkündete Matisha die Lehrerin.
Prinz Lennard war sofort Feuer und Flamme für diesen Vorschlag. Er werde sofort und umgehend einen schriftlichen Erlass veröffentlichen lassen wonach sich die Bewohner zu halten hätten und bei Nichtbeachtung schwer bestraft würden.

Sir John Blacky war der nächste der vorsprach.
Eigentlich hätte er ja 2 Sachen anzusprechen, aber da die Herzogin nicht anwesend sei und Prinz Lennard wohl über zu wenig Entscheidungskompetenz in Sachen Goldtruhe habe, müsse er es wieder streichen.
Dann teilte er mit, dass er sich nicht mehr am Rattenfang beteiligen werde, weil seine Methode und Taktik jetzt angeblich nur noch von Weibern und auch Sir Primus durchgeführt würden. Der Prinz nahm das gefasst und ruhig zur Kenntnis, da er schon geahnt hatte bei der letzten Audienz, dass man mit diesen Konsequenzen rechnen müsse. Bevor er Sir Blacky wieder zurück treten lies, winkte er ihn nochmal kurz näher und fragte ihn ob er mal wieder was von Gräfin Ravenna gehört habe und ob es denn stimmt was man in Adelskreisen so erzählte, dass  diese nämlich Handelskontakte suche.
Sir John war ein wenig überrascht von dieser Frage betonte aber schnell, ja es stimmt und er sei sogar schon dort gewesen zur Kontaktaufnahme.
Der Prinz nickte wissend und bat Sir John doch bitte ein Treffen mit der Gräfin  zu arrangieren am besten mit einem Essen und einer Weinverkostung bei ihm im Kontor.
Als intime Besprechung sozusagen, bevor das ganze offizielle Geplänkel und die Etikette einer Handelsbeziehung zwischen 2 Staaten einsetzten.

Da nun keine weitere Wortmeldung mehr vorlag aber noch gut ein halbe Stunde Zeit war bevor die Audienz endete, rief der Prinz einfach die Hafenmeisterin auf und bat sie vors Podest. Er verwickelte sie in ein Gespräch in dem er nur Andeutungen machte und keine konkreten Aussagen über irgendwelche Sachverhalte. Luba merkte natürlich sofort welche Absicht hinter ihrem Aufruf steckte, dass sie nämlich nur Lückenbüserin sei um die Zeit zu strecken. Sie ging jedoch sehr geschickt darauf ein, denn obwohl sie kaum wissen konnte um was es ging bei den ganzen Fragen mit denen sie überschüttet wurde, tat sie so alles wisse sie über alles Bescheid und versicherte ihre Diskretion in allen Angelegenheiten und ihre Loyalität zum Königshaus.

Man konnte ihr deutlich ansehen, dass sie den dankbaren Blick des Prinzen auf ihren Rücken, offensichtlich fühlen konnte als sie an ihren Platz zurück kehrte.


herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern.

Lennard Monday