Montag, 19. Februar 2018

Audienzbericht vom 18.02. 2018


Eine goldige Überraschung machte den Auftakt bei der Audienz.

Der Prinz hatte sich schon gewundert was der Primus da aufs Podest schleppte
und ihm gleich mitgeteilt, dass er ihm leider nicht helfen könne, wegen einem
' Hexenschuss ' der ihn plagte.

Die Herzogin verkündete dann , dass es sich um einen Fund handelt.
Eine Kiste mit einem Totenschädel als Schloss und einen prall gefüllten
Lederbeutel der daneben stand.

Alle waren erstaunt und reckten die Hälse als die Herzogin sich bückte
in die leeren Augen des Schädels fasste und der Deckel aufsprang.

Vollgepackt bis zum Rand mit kleinen handlichen Goldbarren war die Kiste.
Ein Raunen ging durch den Saal und auch Prinz Lennard starrte wie gebannt
auf den Inhalt, aber sogleich ging sein Blick in den Saal und suchte Sir John.

Der jedoch schien zu ahnen, dass er wohl gedanklich mit der Kiste in Verbindung gebracht
wurde und blickte nur kopfschüttelnd nach unten.

Nach einigem Rätselraten und so manchem Zwischenruf aus dem Publikum, wurde beschlossen,
die Kiste gut bewacht in der königlichen Schatzkammer zu verwahren und bei Gelegenheit
gründlich zu untersuchen um eventuelle Hinweise, die vielleicht beim ersten Augenschein
übersehen wurde, zu entdecken.

Die Jungfer kam zu ihrem Auftritt dann.
' Carima ultimative chance ' soll, laut Aussage des königlichen Nachrichtendienstes,
die Duftkreation geheissen haben mit der sie, wie schon in den Wochen zuvor, vorallem
den Prinzen betören oder zumindest beeindrucken wollte.

Ihre Meldung war aber nicht erfreulich. Die Fastenzeit sei angebrochen und sie, die
ehrbare Jungfer, könne nun für die nächsten Wochen nur Fisch und Käse in die Schlossküche
liefern. Wie immer wenn die Jungfer etwas mit Zahlen zu verkünden hatte, gab es eine Differenz
zwischen dem was sie sagte und dem was sie zeigte.
Sie streckte die Hände aus hob 8 Finger hoch und sagte inbrünstig : ' Sieben Wochen lang ! '

' Sechs Wochen ! die Fastenzeit beträgt nur 6 Wochen ! ' warf energisch und laut die
Gemahlin des Prinzen ein.

Die Jungfer nickte und wollte schon zu ihrem Platz zurück als ihr einfiel, dass sie
noch jemand vorstellen wollte.
' Eine Freundin ... ist bei mir zu Besuch .. und ähmm.... wird mich unterstützen in der
nächsten Zeit und mir behilflich sein bei meinen Diensten. '

Und wieder ging ein Raunen durch den Saal und alle blickten zu der Frau die neben Blue stand.
Selbst der Prinz reckte den Hals und schaute neugierig zu der Lady.

Und der gehörte auch gleich der nächste Auftritt.
Sie kam vors Podest und stellte sich persönlich vor.

Grace McLeod, sei ihr Name und Händlerin sei sie.
Und vielleicht erinnere man sich ja an diesen Namen aus den Zeiten der ' alten Heimat '
erwähnte sie noch.
Der Prinz und die Herzogin schauten sich ratlos an und ja .... ganz ferne schien man sich zu
erinnern. Aber irgendwas war mit diesem Namen. Prinz Lennard grummelte noch beiläufig, dass
es ihm bestimmt bei Gelegenheit noch einfallen würde.

Auf jeden Fall begrüssten beide, dass es erfreulich sei wenn der Handel in Carima weiterhin
Auftrieb bekäme.

Der Auftritt der Händlerin mit ihrer ausführlichen Selbstdarstellung,
hatte eine geraume Zeit in Anspruch genommen und die Audienz näherte sich schon ihrem Ende.
Die restlichen Gespräche und vorallem was mit der ' Kanonenkugel ',dem Fund im Hafen los war, bekam der Prinz kaum noch mit.
War er doch schon in Gedanken versunken, erst mal an den Sherry, den er sich als Nachttrunk genehmigen wollte, dem informativen Gespräch das er mit Primus dem Stadthalter dabei führen wollte  und an die kommende Audienz,  welche er wieder leiten würde, da die Herzogin erneut auf Reisen gehen wird.


herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday


P.S.: Beim Malen sah der Lederbeutel, der vor der Truhe steht plötzlich aus wie ein gegrilltes Brathuhn. Je mehr ich dran herumpinselte und verbessern wollte um so schlimmer wurde es dann. Okay, dachte ich das bleibt jetzt so , vielleicht sieht das jemand auch so und kann mit mir drüber lachen . ;))


Montag, 12. Februar 2018

Rosenmontag


Es gab nur 2 Wortmeldungen bei einer ungewöhnlich kurzen Audienz
gestern.
Alle waren bemüht mit viel Wortwitz und Fantasie, der Audienz wenigstens
ein bisschen RP zu verleihen und sie somit über die Runden zu bringen.

Und passenderweise hiess das Duftwasser der Jungfer diesmal

' Humba Humba Tätarää ' ;)

Mit einem Augenzwinkern und einem jovialen pfälzischen ' Hellau ! '
verabschiede ich mich deshalb schnell in den Rosenmontag ;)


Lennard Monday

Freitag, 9. Februar 2018

Jerry Cotton


Es war in den 1960 ziger Jahren , als ich heimlich die
' Jerry Cotton ' Romanhefte las, die mein Vater als Lekture
auf dem Nachttisch liegen hatte.

Die Romane die man am Kiosk kaufen konnte, mit den unverkennbar schmackigen Texten.
Wo die Bösen noch klar definiert, mies und fies waren.  Meist wurmstichige, pockennarbige
Gesichter hatten, ölige Haare und fettige Wurstfinger. ;)

Der FBI Agent Jerry Cotton war der smarte Held und Edgar Hoover war sein Chef.

Genau in diese glücklichen Jugendtage fühle ich mich dann zurück versetzt,
beim Betrachten von Illustrationen aus dieser Zeit und kopier sie auch gerne.

Pinterest liefert mir die Vorlagen. ;)

Lennard Monday

Mittwoch, 7. Februar 2018

Schiele Studie II


Ich bin immer wieder überrascht mit welcher Wucht ich getroffen
werde beim Betrachten eines Bildes von Egon Schiele, besonders
bei seinen figürlichen Darstellungen.

Was genau mich da trifft , hab ich noch nicht herausgefunden,
aber ich vermute mal bereits, dass es der starke Ausdruck ist
den die Figuren von Egon Schiele ausstrahlen.

Bei der Originalzeichnung, die mir als Vorlage diente,
ist der Körper ohne Hände dargestellt.
Ich habe mir aber die Freiheit genommen diese bei meiner Studie
hinzu zu fügen, auch weil ich diese Studien nicht als reines
Kopieren sehe.
Lennard Monday

Montag, 5. Februar 2018

Audienzbericht vom 04.02.2018


3 x ein grosses ' C' ist die passende Überschrift für die gestrige Audienz :)

Caramba , Caracho , Carima !

Aber kommen wir zuerst zum duftreichen Auftritt der Jungfer.

Der Prinz hatte sich im Vorfeld Kräuterpastillen besorgt, die er befeuchtete und in die Nasenlöcher schob. Da er ja wusste, dass seine Gemahlin und auch die Herzogin diesmal anwesend sein würden,
wollte er es vermeiden, dass die Duftwolke der Jungfer und Waldhüterin ihm die Sinne verwirren und ihn die Contenance verlassen sollte.

Stolz präsentierte die Waldhüterin, ein auf einen Rahmen gespanntes Wolfsfell und erzählte , dass sie dieses Ungetüm erlegt hätte, weil es Schafe gerissen habe.  Der Prinz verwechselte dann ihren Jagderfolg mit der Beschreibung ihres letzten Fundes im Wald, wo es um einen toten Hirsch ging in dem noch eine Pfeilspitze steckte.

Anscheinend doch etwas verwirrt, fragte er nach :
"Haben denn die Wölfe jetzt auch schon Pfeil und Bogen und gehen damit auf die Jagd ?"
Aber nein, sagte die Jungfer, das mit dem Hirsch war tatsächlich ein Wilderer und sie
vermutet sogar , dass es ein Matrose gewesen sei da sie Fußabdrücke von Segeltuchschuhen
gefunden hätte.

Sowohl die Herzogin als auch der Prinz waren beinah sprachlos, da sie der Jungfer
ein solch rasiermesserscharfes, logisches Schlussfolgerungsvermögen überhaupt nicht zugetraut hatten.
Sie bedankten sich und entliesen, die nun mit stolz geschwellter Brust und
sichtlich gewachsenem Selbstbewusstsein davon schreitende Jungfer, aus ihrer Meldung.

Ob das Duftwasser nun Caramba oder Caracho hiess, hatte der Autor im Eifer des Gefechts
das nun folgte total vergessen und bittet dies im Kommentarfeld zum heutigen Artikel,
von einem der Anwesenden nachtragen zu lassen. ;)

Mit Carambo und Caracho nämlich brauste dann ein 'Käptn Hubert' vors Podest und es schien
als wolle er im Stile eines verwegenen Piraten die Audienz aufmischen. ;)

Er überging den Prinzen, machte sogar einige beiläufige, abwertende Bemerkungen über ihn, wandte sich direkt an die Herzogin, flirtete dabei ungeniert mit ihr, um dann mit seinem eigentlichen Anliegen herauszurücken, dass sein Schiff im Hafen, von einem Teil seiner Ladung unrechtmässig erleichert worden, sprich bestohlen worden sei.

"Bei uns im Hafen wird nicht geklaut !" insistierte der Prinz energisch und bat die Leuchtturmwärterin hinzu um sich gegebenenfalls zu äussern.

" Ihr bezichtigt mich ein Lügner zu sein ? ich verlange Satisfaction !!!" brauste der empörte Käptn Hubert auf.

Das sind dann die Momente wo auch bei einem erfahrenen RP Spieler, angesichts eines wortreichen Gegenspielers, das Adrenalin ausgeschüttet wird, das Herz schneller schlägt und man Mühe hat sich innerhalb eines sportlichen RP s zu bewegen und den Überblick zu behalten. ;)

Nach einem hitzigen Wortgefecht jedenfalls, rauschte der Käptn dann davon mit der Drohung, dass keines der Schiffe seiner Flotte jemals wieder den Hafen von Carima anlaufen, würde.

" Ja tut das Sir ! " wetterte der Prinz ihm noch nach, " wir können uns nicht jede Woche des Diebstahls bezichtigen lassen, nur weil euere Mannschaft eine schlampige Buchhaltung führt."

Ist dieser RP Faden nun zerstört und kann nicht weitergespielt werden, weil die Kontrahenten so
aufeinader losgingen und sich gegenseitig keine Chance liesen das Gesicht zu wahren?

Ich glaub es nicht,
denn ein anschliessendes, vom Spieler des Käptns initiertes Gespräch in IM und der Bitte des Autors an Käptn Hubert nochmal OOC in den Saal zurück zu kehren , da er vergessen hatte ein Foto von dem Auftritt zu schiessen um es als Vorlage für das heutige Titelbild zu verwenden, wurde sogleich entsprochen.

Beide Kontrahenten wussten wieder, es ist nur ein Spiel ;)
und wenn abgepfiffen , dann ein kollegiales ' shake hands ' ;))

Die restliche Audienz verlief dann sehr verhalten. Die Herzogin, noch ermattet von ihrer langen Reise verlies alsbald den Saal. Das Volk stand in Gruppen bei einander und war in Gespräche vertieft.
So dass der Prinz kurz entschlossen und gut ein Viertel Stündchen vor der üblichen Zeit die
Audienz offiziell beendete und ins Kaminzimmer eilte um sich einen Schluck des heilsamen,
nervenberuhigenden, carimanischen Kräuterlikörs zu gönnen. ;)


herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard Monday



Freitag, 2. Februar 2018

Schiele Studie


Egon Schiele ( 1890 -1918 ),hat mit seinem Zeichenstil und den markanten
Umrissen seiner Körperdarstellungen, einen bedeutenden Einfluss auf
die Zeichner des 20ten Jahrhunderts ausgeübt.

Meiner Ansicht nach, sehr stark sogar auf die Künstler des Comic-Genres
' Graphic Novelle '.

Da ich mich mit dem Thema ' Leib ' beschäftige und mir Vorträge deutscher
Philosophen dazu anhöre , ( siehe auch den Blog ' Lemondhouse Cafe ')
lag es nahe eine Studie eines seiner eindringlichen Frauenmotive anzufertigen.

Ich habe mich aber nicht um eine exakte Kopie bemüht, sondern um eine
freie Interpretation.

Lennard Monday