Dienstag, 10. Oktober 2017

Diffuse Relationsgleichung


1. Oktober 2013

Leon saß an der Bar hatte ein Blatt Papier vor sich und begann zu scribbeln und Zahlen zu notieren.

Nippte zwischendurch immer wieder an dem Glas mit Tomatensaft auf dem oben ein frisches Eigelb schwamm das mit blanchiertem und dann geschrotetem weissem Pfeffer und Himalayasalz gewürzt war. Natürlich war auch Wodka in dem Tomatensaft.

Melina die gelangweilt neben ihm saß, beobachtete ihn eine zeitlang und fragte dann :

" Sag mal Leon, watt machste da eigentlich ? "

" Siehste doch, ich arbeite. " und schaute weiter konzentriert auf sein Papier.

Melina zog die Augenbrauen nach oben und die Mundwinkel nach unten.

" Das nennst du arbeiten ? das Gekritzel da und die Zahlen. "

Leon atmete tief ein und schaute leicht genervt hoch.

" Ich arbeite an einer Formel für die diffuse Relativitätsgleichung. "

Melina riss die Augen weit auf und blies die Backen auf, als müsse sie einen Würgereiz abfangen. Flüsterte dann respektvoll :

" Boaaah dat hab ich ja noch nie gehört. Biste jetzt Rechenlehrer geworden ? "

" Nein Kleines. " erwiderte er in väterlichem Tonfall : " Ich habe mich als Assistent beworben am Institut für Noetik, Fachbereich Mathematikrevision. "

Sie schaute ihn misstrauisch fragend an : " Tut dir der Kopf weh ? mein Grosser."

" Biste wieder mit eine deiner Schlampen durch die Clubs gezogen ? " setzte sie ironisch fragend nach.

Leon atmete kurz schnaubend aus und schaute mit grimmiger Miene wieder auf sein Blatt.

" Nein Kleines nicht der Kopf, die Füsse tun mir weh, die Füsse ! "

" Ich habs geahnt. " grummelte Melina, lies sich vom Barhocker gleiten und ging kopfschüttelnd davon.

" Das konnte ja nicht gutgehen. Wochenlang zieht der Kerl jede Nacht mit ner anderen los. Der hat sich das Hirn rausgefickt. " brabbelte sie weiter vor sich hin.


Herzliche Grüsse und ein Augenzwinkern

Lennard von Lemond

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen